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Fuldataler Grundschüler übergaben Heft mit Ideen und Forderungen

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Von: Amira Sayed El Ahl

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Ein Heft mit Ideen und Forderungen: Elyas Mikolajczak (9), Lena Jankowska (9, von links), Elisabeth Dachs (9) und Rafael Küllmer (9) von der Ludwig-Emil-Grimm-Schule in Ihringshausen haben ihre geradelten Fahrradmeilen symbolisch an den Bürgermeister übergeben. Mit dabei hinten von links Klimaschutzmanager Lutz Schmithausen, die Schulleiterin Hannah Kammerer, der stellvertretende Vorsitzende der Gemeindevertretung Alexander Lorch und Bürgermeister Karsten Schreiber.
Ein Heft mit Ideen und Forderungen: Elyas Mikolajczak (9), Lena Jankowska (9, von links), Elisabeth Dachs (9) und Rafael Küllmer (9) von der Ludwig-Emil-Grimm-Schule in Ihringshausen haben ihre geradelten Fahrradmeilen symbolisch an den Bürgermeister übergeben. Mit dabei hinten von links Klimaschutzmanager Lutz Schmithausen, die Schulleiterin Hannah Kammerer, der stellvertretende Vorsitzende der Gemeindevertretung Alexander Lorch und Bürgermeister Karsten Schreiber. © Amira El Ahl

Bei der Sitzung der Gemeindevertreter in Fuldatal machten sie großen Eindruck, die vier Grundschüler von der Ludwig-Emil-Grimm-Schule in Ihringshausen. Sie übergaben dem Rathauschef ein Heft mit Ideen und Forderungen für den Klimaschutz.

Fuldatal – Der Höhepunkt des Abends kam gleich zu Anfang. Denn die Fuldataler Gemeindevertreter hatten am Mittwochabend ungewöhnlichen Besuch. Vier Schüler der Ludwig-Emil-Grimm-Grundschule in Ihringshausen waren in die Sporthalle Rothwesten gekommen, um noch vor Beginn der Sitzung ihre während einer Projektwoche geradelten Fahrradmeilen symbolisch an Bürgermeister Karsten Schreiber zu übergeben.

Die Viertklässler erklärten den Gemeindevertretern zuvor, was sie in ihrer Projektwoche zum Klimaschutz gemacht hatten und lasen unter anderem einen Brief vor, den sie an die Politiker der UN-Klimakonferenz geschrieben haben, die im November im ägyptischen Badeort Scharm El-Scheich stattfindet. Die Kinder machten das so gut, dass sie nicht nur viel Applaus bekamen, sondern auch ein besonderes Lob vom Bürgermeister: „Ihr macht das so gut, da können sich einige Gemeindevertreter eine Scheibe von abschneiden.“

In der Projektwoche sollten die Kinder so viele Wege wie möglich klimafreundlich zurücklegen. „Eine grüne Meile haben wir bekommen, wenn wir einen Weg zu Fuß, mit dem Fahrrad, dem Roller oder mit dem Bus erledigt haben, anstatt uns von unseren Eltern mit dem Auto fahren zu lassen“, erklärte der neunjährige Rafael Küllmer den Politikern. Insgesamt haben die Kinder 2266 Meilen gesammelt.

Aber die Mobilität war nur ein Aspekt der Themenwoche, mit dem sich die Schüler beschäftigten. „Die Kinder aus dem Jahrgang 4 haben ihren CO2-Fußabdruck berechnet und überlegt, wie man ihn reduzieren kann“, erzählte Elyas Mikolajczak. „Außerdem haben wir darüber nachgedacht, wie man das Klima durch saisonale und regionale Ernährung schützen kann und wie man Plastik vermeidet“, erklärte der Neunjährige. Aber den Kindern ist auch klar, dass es vor allem die Erwachsenen sind, die in der Pflicht sind, etwas gegen den Klimawandel zu tun. Da die aber oft etwas träge sind, wenn es um die konkrete Umsetzung von Klimazielen geht, hatten die Kinder auch gleich ein paar gute Ideen im Gepäck, die Lena Jankowska vortrug: mehr und sichere Fahrradwege, besonders in der Stadt, Solarplatten an Autos befestigen, „sodass sie mit Solar fahren und kein CO2 in die Luft pusten“, und für jeden gefällten Baum zwei nachpflanzen, „so haben wir immer genügend Bäume“.

Die dicke grüne Mappe mit den Briefen, Bildern der Aktionen und den gesammelten Meilen haben die Kinder nun Schreiber übergeben in der Hoffnung, „dass Sie dafür sorgen, dass unsere Meilen im November an die verantwortlichen Politiker auf der UN-Klimakonferenz in Ägypten überreicht werden“, wie Elisabeth Dachs bei der Übergabe sagte. „Wir wünschen uns, dass endlich etwas unternommen wird, um das Klima wirklich zu schützen.“ (Amira Sayed El Ahl)

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