1. Startseite
  2. Lokales
  3. Kreis Kassel
  4. Fuldatal

Eisdiele in Wilhelmshausen am Fulda-Ufer eröffnet

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Valerie Schaub

Kommentare

Kim Koch mit Tochter Emily und Sohn Luca. Hinter der Theke: Betreiber Rafael Melo.
Testen das Eis in der neuen Eisdiele in Wilhelmshausen: Kim Koch mit Tochter Emily und Sohn Luca. Hinter der Theke: Betreiber Rafael Melo. © Valerie Schaub

Ein Eis mit Käse, wie es sich der vierjährige Luca wünscht, gibt es zwar auch in Wilhelmshausen nicht. Dafür bietet die neue Eisdiele andere Sorten: Snickers, Karamell, Yogurette. Und nebenbei vor allem eins: Eis direkt an der Uferpromenade am Fuldaradweg R1.

Fuldatal – Seit ein paar Tagen hat Rafael Melo seine Eisdiele in Fuldatal-Wilhelmshausen geöffnet. Er betreibt bisher auch eine in Hann. Münden. Die ersten Gäste hat ihm die Frühlingssonne in den vergangenen Tagen geschickt. So wie Kim Koch, die mit Sohn Luca und Tochter Emily vorbeischaut. Ungewohnt sei es, dass hier nun eine Eisdiele ist, sagt die Mutter. Hier sei sonst wenig los, „jetzt ist Leben hier“.

Das findet auch Annegret Ochs, die kurz vorbeischaut. Ihr Plan ist aufgegangen. Mit ihrem Mann Christian hatte sie 2021 auf dem Grundstück ihres Handwerksbetriebs Ochs und Esel einen Glaspavillon aufgestellt und eine Terrasse gepflastert. Die Entscheidung, eine Eisdiele anzusiedeln, hatten die beiden gefällt, als klar war, dass die Gemeinde die Uferpromenade ausbaut. „Wir wussten damals noch nicht, ob wir jemanden finden“, sagt Ochs. Mit Rafael Melo ist nun auch das Eis eingezogen.

Dabei war sein Start gar nicht so vielversprechend, wie der 33-jährige Brasilianer mit Italienischen Wurzeln erzählt: Zuerst war der Liefertermin für die Eisvitrine unklar, dann kam sie schneller als gedacht – mit einer kaputten Scheibe. Aus der Kaffeemaschine lief überall Wasser. Dann sorgte ein Kurzschluss dafür, dass das Eis über Nacht schmolz. „Ich musste alles wegwerfen.“ Doch die warmen Temperaturen haben ihn angespornt, früher zu öffnen, sagt Melo. „Ich habe die Sonne gesehen und mir noch mehr Mühe gegeben.“

Das hat sich gelohnt: Alle paar Minuten spazieren Gäste vorbei und nehmen ein Eis mit oder setzen sich auf die Terrasse. „Viele kommen aus Kassel oder Hann. Münden mit dem Fahrrad vorbei“, sagt Melo. Seine Eisdiele liegt da genau auf dem Weg. Die Ruhe und den Ausblick genießt auch er. Die Idee, hier Eis zu verkaufen, hatte er schon öfter beim Vorbeifahren. Als dann klar war, dass das Paar Ochs einen Betreiber sucht, hat er sich gemeldet.

Melo hat das Eismachen von seinem Onkel gelernt, wie er erzählt. Als er 2009 nach Deutschland kam, hat er in seiner Eisdiele in Hannover gearbeitet und danach weitere Erfahrungen gesammelt. Seine zweite Eisdiele in Hann. Münden hat er für die in Wilhelmshausen sogar aufgegeben.

Sein Eis stellt Melo selbst her. Was es dafür vor allem braucht? Gute Milch und Liebe, auch wenn es abgedroschen klingt. Das weiß auch der vierjährige Luca zu schätzen. Er hat ein Eis gefunden, das ihm auch ohne Käse schmeckt: Banane. (Valerie Schaub)

Auch interessant

Kommentare