Exponate aus dem Soldatenalltag

Der Fliegerhorst in Rothwesten wird 85 Jahre alt

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Hat viele spannende Geschichten zu erzählen: Klaus Brandstetter bietet jeden zweiten Samstag im Monat Führungen im Museum an.

Den Fliegerhorst kennt jeder in Rothwesten. In diesem Jahr wird die Ausstellung 85 Jahre alt. Betreiber Klaus Brandstetter blickt zurück und erzählt von Exponaten.

Niemand weiß so viele Details zum Fliegerhorst zu berichten wie Klaus Brandstetter. Er betreibt gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin Maren Cantauw eine Ausstellung rund um die Geschichte des Fliegerhorstes. Im Haus Posen – in dem sich auch das Währungsmuseum befindet – hat Brandstetter in den vergangenen zwölf Jahren etliche Exponate zusammengetragen.

Seine Ausstellung erzählt auf rund 280 Quadratmetern die Geschichte des Standortes, der in diesem Jahr seinen 85. Geburtstag feiert. „Der ehemalige Fliegerhorst wurde 1934 als einer der Ersten in Deutschland erbaut“, erzählt Brandstetter. Die Ausstellung zeige acht Jahrzehnte Militärhistorik und befasse sich mit der Luftwaffe, der Stationierung der Amerikaner und auch mit der Geschichte der Bundeswehr in Rothwesten. „Bis 1972/1973 waren die Amis in Rothwesten stationiert“, erinnert sich Brandstetter, der im Alter von einem Jahr mit seinen  Eltern in den Ort kam. Das war im Jahr 1966. Schon als kleiner Junge sei er mit den amerikanischen Soldaten in Kontakt gekommen. „Mein Vater Jürgen hat hier bei der Versorgung gearbeitet“, erzählt der 53-Jährige, der später selbst zu Zeiten der Bundeswehr in Rothwesten stationiert war. Das sei auch der Grund gewesen, sich intensiver mit der Geschichte zu befassen. Seit Jahren ist er regelmäßig auf Flohmärkten unterwegs, um weitere Exponate zu finden. Auf Alltagsgegenstände und Bilder hat er es besonders abgesehen. „Ich versuche dann die Geschichte der Personen zu erforschen, was nicht immer einfach ist.“ Viele weitere Ausstellungsstücke sind Spenden oder Leihgaben von ehemaligen dort stationierten Soldaten.

Auch architektonisch sei der Fliegerhorst spannend. Denn nach dem Rothwestener Vorbild sind laut Brandstetter nicht nur andere Militärstandorte im gleichen Baustiel errichtet worden. Auch das Ortsbild Rothwestens sei dadurch geprägt worden. Belege dafür seien unter anderem die Erlenbuschsiedlung und die Vogelsiedlung. Wer Lust hat, in die Geschichte des Fliegerhorsts einzutauchen und sich seine Geschichten erzählen zu lassen, kann jeden 2. Samstag im Monat von 13 bis 17 Uhr die Ausstellung auf dem Gelände der Fritz-Erler-Anlage im Haus Posen besichtigen.

fliegerhorst-rothwesten.de

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