Helikopter als Rettungsengel

Förderverein Christoph 7 spendierte kleinen Patienten wieder Nikolaus-Feier

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Endlich ist er da: Der Nikolaus kam mit dem Christoph 7 auf dem Gelände der Feuerwehr Ihringshausen an.

Fuldatal. Wenn der Nikolaus mit seinem Gaben-Sack im Hubschrauber einschwebt, sind kleine Kinder aufgeregt und drücken sich an der Scheibe der Halle, die sie vor dem heftigen Wind der Rotoren schützt, die Nase platt.

So war es auch am Wochenende, als der Förderverein Christoph 7 zum wiederholten Mal kleine Patienten mit ihren Angehörigen einlud, denen der Einsatz des Rettungshubschraubers in einer Notlage geholfen hat.

Unter den Kindern war auch Felix aus Helsa-Eschenstruth, der sein schreckliches Erlebnis vom letzten Sommer inzwischen gut verarbeitet hat und vollständig genesen ist. Nur in die Nähe von Pferden traut sich der ABC-Schütze noch nicht. Ein Pferd war es nämlich, das ihm während eines Ausflugs mit seinen Eltern im östlichen Schwalm-Eder-Kreis einen heftigen Huftritt in die Hüftgegend versetzte. Ihr Sohn habe sich nur scheinbar gleich wieder erholt, erzählt die Mutter Tanja Blumenstein. „Er hat plötzlich die Augen verdreht und ist kollabiert“, berichtet sie. Zum Glück sei ein Rettungswagen mit Sanitätern in der Nähe gewesen.

Diese hätten gleich den Rettungshubschrauber angefordert, weil der Verdacht auf einen Leberriss bestand. „In acht Minuten war Felix dann in der Klinik“, erzählt Blumenstein. Der Verdacht habe sich dort bestätigt. Zwei Tage habe ihr Sohn im Koma gelegen und dann lange gebraucht, um sich wieder normal bewegen zu können. Den Einschulungstermin in der Grundschule Eschenstruth hat der jetzt Siebenjährige nicht verpasst. Blumenstein ist der Crew von Christoph 7 sehr dankbar. Ohne deren schnelle Hilfe hätte die Sache womöglich schlimmer ausgehen können.

Rund vier Mal pro Tag steigt Christoph 7 auf, um Leben zu retten, berichtet Dr. Ingo Sondergeld, Vorsitzender des Fördervereins. Das macht rund 1200 Einsätze pro Jahr. 60 davon betreffen Kinder. Die Feier organisiert der Verein in Abstimmung mit dem RP Kassel. Die Feuerwehr Ihringshausen stellt ihre Halle bereit. Jürgen Vöhl kümmert sich um Sponsoren für die Feier, damit die Eigenmittel des Vereins für Fortbildungskosten der Crew, welche nicht voll von den Kassen bezahlt werden, eingesetzt werden können.

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