Stracke macht ihn zum Champion

Fuldataler Metzger Schade hat Pokal für luftgetrocknete Ahle Wurscht gewonnen

+
Stolz auf seine Auszeichnung: Thomas Schade hat mit seiner luftgetrockneten Stracken den Siegerpokal gewonnen. 

Tradition ist nicht nur etwas für Nostalgiker, sondern hat manchmal auch etwas mit Zukunft zu tun. Beispielsweise wenn es um die Ahle Wurscht geht.

Metzgermeister Thomas Schade hat von seinem Großvater nicht nur den Betrieb an der Veckerhagener Straße in Fuldatal-Ihringshausen geerbt, sondern auch wertvolles Know-how, das sich heute noch auszahlt: Mit seiner luftgetrockneten Stracken hat der 52-Jährige vor Kurzem unter rund 60 Mitbewerbern aus Ostwestfalen, Südniedersachsen und Nordhessen in einem von der Fleischer-Einkaufsgenossenschaft Hannover/Göttingen ausgelobten Wettbewerb den Siegerpokal für seine luftgetrocknete Stracke erhalten, als einziger Metzger aus Fuldatal.

Kammern aus Lehmstein

„Wir benutzen Klimakammern aus Lehmsteinen wie der Opa und verwenden auch sein Geheimrezept. Der Knoblauch für die Wurst wird noch von Hand geschält“, berichtet Schade, der seit fast 30 Jahren Meister ist. Die Handarbeit zahlt sich aus. Die Metzgerei Schade hat bei dem Wettbewerb in Göttingen auch noch mehrere Goldmedaillen errungen. Offiziell ist der Metzgermeister Mettwurst-Sieger. Denn in Südniedersachsen standen nicht nur die – warm verarbeiteten – Ahlen Würschte, sondern auch kaltverarbeitete Wurstsorten in mehreren Kategorien zur Auswahl der Juroren. Für Schade ist das nicht die erste große Auszeichnung. Schon bei den nordhessischen Ahle-Wurscht-Meisterschaften in Kassel wurden seine Würste prämiert. „Das beweist, dass wir etwas richtig machen“, sagt Schade.

Der Verkauf von Ahler Wurscht ist eines der wichtigsten Standbeine der vor 90 Jahren gegründeten Metzgerei. Das andere ist die Belieferung von diversen Supermärkten in der Region mit Wurst- und Fleisch-Spezialitäten. „Das war die richtige Entscheidung. Man darf sich nicht verzetteln und muss die Qualität halten“, sagt Schade. So konnte die Metzgerei die nun schon zwei Jahre währende Baustelle auf der Veckerhagener Straße, vor ihrer Haustür, überstehen. Dabei hat der Betrieb noch das Glück, dass er einige Parkplätze im Hof des Grundstücks anbieten kann. Positiv bemerkbar mache sich für ihn auch, dass einige Kasseler Metzgereien inzwischen aufgegeben haben, berichtet Schade. Einige besorgen sich die gute Ahle Wurscht nun in Fuldatal. 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.