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Gift über Grenzwert: Kindergarten evakuiert

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Fuldatal. Erneute Hiobsbotschaft für Fuldatals Bürgermeisterin Anne Werderich: Am Mittwochmorgen mussten 50 Kinder des Kindergartens Rothwesten evakuiert werden.

Der Grund: Bei den Raumluftmessungen wurden in zwei Gruppenräumen die Grenzwerte für Formaldehyd überschritten, teilte die Bürgermeisterin auf HNA-Anfrage mit.

Die Kinder wurden im angrenzenden Dorfgemeinschaftshaus untergebracht. Dort wird auch die Ferienbetreuung in den Sommerferien stattfinden.#

Aus welchen Stoffen - meist sind es Spanplatten oder bestimmte Kleber - die Formaldehydbelastung stammt, steht noch nicht fest. Proben wurden schon entnommen und werden jetzt analysiert.

Steht das Ergebnis fest, müssen die Gelder bewilligt und die Aufträge vergeben und die fälligen Arbeiten erledigt werden. Ob dies alles in dem engen Zeitrahmen der Sommerferien, die am Montag beginnen, erledigt werden kann, steht noch nicht fest. Nur soviel: „Das in vier Wochen zu schaffen, wird schwierig“, sagte gestern die Rathauschefin.

Dauern die Arbeiten länger will Werderich in den Räumen des Kindergartens Luftfilter aufstellen lassen, die die Luft komplett austauschen, damit nicht mehr die geringste Gefahr für die Kinder besteht. Diese „anerkannte Technik“ habe der Landkreis auch schon öfter eingesetzt, betonte sie. Die Raumluftmessungen hatte die Verwaltung für alle Fuldataler Kindergärten angeordnet, nachdem Anfang Juni im Inneren der Kindertagesstätte Weddel in Ihringshausen über dem Grenzwert liegende Asbest-Belastungten entdeckt worden waren. Die Kita war daraufhin geschlossen worden.

Jetzt laufen in der Gemeindeverwaltung nach und nach die Messergebnisse für die anderen Kindergärten ein.

Von Stefan Wewetzer

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