Neue Kindergarten-Gruppen im Hummelnest in Rothwesten

In Kita-Container ist nun Leben eingezogen

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In diesen Container werden jetzt zwei zusätzliche Gruppen betreut.

Fuldatal - Die Rothwestener Kita Hummelnest hat jetzt zwei zusätzliche Gruppen für 40 Kinder.

 Die Tiger-Gruppe ist am Montag in ihr neues Zuhause eingezogen, und der dreijährige Emil findet es „richtig gut“ hier. Er fühle sich wohl, sagt auch seine Mama Hanna Schwalm, und der Umzug in die neuen Räume der Kita Hummelnest in Rothwesten sei gar kein Problem gewesen. „Die Kinder waren alle total aufgeregt, aber positiv aufgeregt.“ Die Räume seien eben richtig schön, mit viel Platz, und alles sei ganz neu.

Es hat länger gedauert als ursprünglich geplant, weil es unter anderem Verzögerungen bei der Abnahme gab, aber jetzt ist in die Container an der Rudolf-Harbig-Straße in Rothwesten endlich Leben eingezogen. „Die Eltern haben das zum Glück gut mitgemacht“, sagt Kita-Leiterin Sabine Schaub. Denn eigentlich sollte die Zweigstelle der Kita Hummelnest schon im Sommer eröffnen, weil Rothwestens Kindergarten aus allen Nähten platzt.

Die Container stehen bereits seit Ende Juni gegenüber des Sportplatzes. Die Gemeinde hatte die ehemaligen Bürocontainer leer für 250 000 Euro gekauft und in den vergangenen Monaten kindgerecht umgebaut. Die 30 mal 15 Meter großen Container sind insgesamt 450 Quadratmeter groß und bieten jetzt Platz für zwei Gruppenräume, zwei Schlafräume, zwei Toilettenräume für die Kinder, einen Wickelraum, eine Küche mit Kinderkantine und einen Lagerraum. „Die Planungen haben wir komplett selber gemacht“, sagt Bürgermeister Karsten Schreiber.

So hat die Gemeinde zum Beispiel Akustikelemente in die Decken der Container einbauen lassen, um die Lautstärke in den Räumen zu verringern. „Außerdem hat unser Schreiner überall Schutzgitter für die Heizkörper gebaut“, sagt Schreiber, damit sich die Kleinen nicht verbrennen können. Klemmschutz für die Türen und kindersichere Steckdosen und Elektrik wurde natürlich auch installiert. Insgesamt hat das Fuldataler Parlament der Verwaltung 600 000 Euro für die Container-Anlage zur Verfügung gestellt. „Wenn man eine Rechnung aufmacht, dann haben wir hier eine sehr wirtschaftliche Lösung“, sagt Schreiber. Bei einem Kita-Neubau müsse die Gemeinde mit etwa 800 000 Euro pro Gruppe rechnen.

In die Container-Anlage ist jetzt mit der Tiger-Gruppe eine Bestandsgruppe aus dem Hummelnest mit 18 Kindern eingezogen. Eine zweite Gruppe, die den Namen Zebra trägt, wird gerade aufgebaut. Seit Montag sind dort drei Kinder in der Eingewöhnung. „Die wächst jetzt langsam, jeden Monat kommen Kinder dazu“, sagt Kita-Leiterin Schaub. Bis zum Sommer werden 17 Kinder Teil der Zebra-Gruppe sein. Kapazität gibt es in beiden Gruppen für je 20 Kinder.

„Die Eltern sind sehr dankbar“, sagt Schaub. „Denn die Gruppe hätten wir im Haupthaus nicht mehr aufnehmen können.“ Dort sind jetzt drei Gruppen mit insgesamt 46 Kindern untergebracht. Auf beiden Seiten der Rudolf-Harbig-Straße freuen sich die Kinder nun, dass sie mehr Platz zum Spielen haben. Angst, dass sie zu viel Platz haben könnten, hat Sabine Schaub nicht. „Wir haben schon Voranmeldungen bis 2022.“

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