Umleitungsverkehr trifft auf Baustellen

In Simmershausen kann es noch bis Ende April zu Behinderungen kommen

Momentan wieder freie Fahrt: Bis Ende des Monats sollen noch weitere der modernen Bushaltestellen an der Ortsdurchfahrt Simmershausen mit einem taktilen Leitsystem ausgestattet werden. Wann die restlichen LED-Leuchtkörper an den Lampenmasten aufgehängt werden, ist noch ungewiss. Die beauftragte Firma habe wegen der Coronakrise Lieferschwierigkeiten, heißt es vonseiten der Gemeinde.
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Momentan wieder freie Fahrt: Bis Ende des Monats sollen noch weitere der modernen Bushaltestellen an der Ortsdurchfahrt Simmershausen mit einem taktilen Leitsystem ausgestattet werden. Wann die restlichen LED-Leuchtkörper an den Lampenmasten aufgehängt werden, ist noch ungewiss. Die beauftragte Firma habe wegen der Coronakrise Lieferschwierigkeiten, heißt es vonseiten der Gemeinde.

Derzeit ist die Landesstraße zwischen Niedervellmar und Ihringshausen-West gesperrt, weil die Straße neu asphaltiert wird. Die Umleitung führt über Simmershausen. Doch dort finden in der Ortsdurchfahrt noch Reparaturen statt, was zeitweise zu Behinderungen führt.

Fuldatal – Fast eineinhalb Jahre mussten Autofahrer sich auf ihrem Weg durch Simmershausen durch Baustellen quälen und gesperrte Abschnitte umfahren. Ende des Jahres war dann nach der aufwendigen Sanierung der 1,5 Kilometer langen Ortsdurchfahrt endlich wieder freie Fahrt. Doch dieses Frühjahr gibt es noch ein kleines Nachspiel, das auch Autofahrer trifft, die sonst gar nicht durch den Fuldataler Ortsteil fahren müssen.

Kleinere Baustellen und mobile Ampeln stören wegen Restarbeiten und Reparaturen zeitweise den Verkehrsfluss. Und der ist deutlich angeschwollen. Denn zeitgleich rollt der Umleitungsverkehr von der zwischen Niedervellmar und Ihringshausen-West gesperrten Landesstraße durch das Dorf. Hessen Mobil lässt diese Landesstraße bis Ende April neu asphaltieren – und genauso lange sollen laut Auskunft der Gemeinde Fuldatal die Restarbeiten in der Ortsdurchfahrt Simmerhausen dauern.

„Hier kann man sagen, dass Schilda in Nordhessen liegt“, schreibt Hans-Jürgen Putlitz an die HNA. Er muss nach eigenen Angaben zwei Mal pro Woche die Umleitungsstrecke von Vellmar nach Ihringshausen fahren. Zeitweise sei es zu längeren Staus vor Baustellenampeln gekommen, derzeit allerdings nicht mehr. Eine Umleitungsstrecke müsse man nicht mit Baustellen behindern. Die Restarbeiten an der Ortsdurchfahrt hätte man vor der Fertigstellung der Fahrbahn erledigen sollen und nicht danach, meint er – zumal dabei die Asphaltdecke an einigen Stellen wieder aufgerissen worden sei. „Dafür habe ich keinerlei Verständnis“, sagt Putlitz.

Martin Knopp, Leiter des Fachbereichs Tiefbau bei der Gemeinde Fuldatal, weist die Kritik zurück. Es sei nicht vertretbar gewesen, die Ortsdurchfahrt wegen geringer Restarbeiten noch länger voll zu sperren. Es habe sich auch teilweise um Arbeiten gehandelt, die nicht vorhersehbar gewesen seien: Die beauftragte Baufirma habe die Hydranten in der Straße nicht ordentlich gesetzt, das habe man nachholen müssen. Außerdem seien die neuen Kanaldeckel abgesackt und hätten wieder an die Fahrbahn angepasst werden müssen. Im Übrigen gehe es noch um kleinere Pflasterarbeiten an Gehwegen und den Einbau eines Sehbehinderten-Leitsystems an den Bushaltestellen. Bis Ende April würden diese Arbeiten abgeschlossen, sagt Knopp. Mit Ampelregelungen müssten Autofahrer höchstens noch sporadisch rechnen.

„Aus unserer Sicht kommt es zu keinen großen Staus, sondern lediglich zu einer kurzen Wartezeit an der Ampel“, erklärt der Leiter der Tiefbauabteilung. Bei der Gemeinde habe sich niemand beschwert. Allerdings gebe es vielfältige Kommentare von Nutzergruppen in sozialen Netzwerken – positive wie negative. Auf die Kollision zwischen der Umleitung und der Baustelle in Simmershausen und unvermeidliche Störungen habe die Gemeinde die Straßenbehörde Hessen Mobil schon im Januar hingewiesen. Dennoch habe Hessen Mobil die Umleitung angeordnet. Es blieb wohl auch keine Alternative. Denn sonst hätten sich Autofahrer durch den dichten Verkehr der Kasseler Stadtteile Nord-Holland und Fasanenhof quälen müssen.(Peter Dilling)

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