Starke Arme, großes Herz

Familie macht 24 Stunden Klimmzüge für den guten Zweck

Ein starkes Team: Marie Peter (16) und ihre Vater Marc haben gemeinsam 24 Stunden Klimmzüge gemacht.
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Ein starkes Team: Marie Peter (16) und ihre Vater Marc haben gemeinsam 24 Stunden Klimmzüge gemacht.

Klimmzüge gelten als Königsdisziplin beim Fitness-Training. Marc Peter aus Fuldatal-Simmershausen hat für den guten Zweck eine Challenge aus der schwierigen Übung gemacht

Fuldatal – Möglichst viele Klimmzüge innerhalb von 24 Stunden absolvieren will das Trio aus Simmershausen. Alles für den guten Zweck. Das Team KettBar, bestehend aus Marc Peter und seinen beiden Kindern Marie (16) und Florian (19), legt vor, die anderen Teilnehmer ziehen nach. Mitmachen können Einzelpersonen (sie haben drei Tage Zeit), aber auch Zweier- und Dreierteams (mindestens eine Frau im Dreierteam).

„Schaffen es die anderen, die Anzahl unserer Klimmzüge zu überbieten, zahle ich die Differenz direkt an den Philip Julius Verein“, erklärt der Berufssoldat. 10 Cent pro Klimmzug. Schaffen die Kontrahenten weniger Klimmzüge, werden sie zur Kasse gebeten. „Ist die Differenz zu groß, zahlt jeder, so viel er sich leisten kann“, so der zweifache Vater.

Fuldatal: Starke Arme, großes Herz

Frauen können alternativ an einem sogenannten Sling Band rudern. Diese Übung zählt zu 50 Prozent – 20 Wiederholungen zählen also wie 10 Klimmzüge.

„Ich konnte schon immer viele Klimmzüge mit wenig Training machen“, sagt Peter. Etwa 500 Mal in einer Stunde schaffe er es unter regulären Umständen, sich an einer Stange wieder hochzuziehen. „Die körperliche Herausforderung hatte ich doch etwas unterschätzt“, sagt er. Kaffee sei essenziell wichtig für den Erfolg gewesen. „Am Tag nach der Challenge haben die Arme schon gut geschmerzt“, sagt Peter. Jetzt gönnt er sich erst mal eine Woche Trainingspause.

Für den guten Zweck: Fuldataler Familie macht 24 Stunden Klimmzüge

Doch der Soldat hat nicht nur starke Arme, sondern auch ein großes Herz. Über Instagram kam er mit dem Philip Julius Verein in Kontakt. Und dann war die Idee geboren: Im Januar rief der Fuldataler auf Instagram dazu auf, sich an dem Wettkampf für den guten Zweck zu beteiligen.

Bislang hätten 18 Teams und zwei Einzelpersonen mitgemacht, 15 weitere Teams wollten noch teilnehmen. „Die meisten Teilnehmer kenne ich, hauptsächlich sind es Polizisten, Soldaten, Feuerwehrleute und Rettungssanitäter.“ Der älteste Teilnehmer ist 57, die jüngste Teilnehmerin, Tochter Marie Peter, ist 16 Jahre alt.

24 Stunden Klimmzüge für den guten Zweck

Wie viele Klimmzüge Peter mit seinen Kindern geschafft hat, verrät er noch nicht, schließlich sollen die anderen Teams unvoreingenommen und motiviert mitmachen. „Die Zahl ist aber im sehr hohen vierstelligen Bereich“, freut sich der Fuldataler. Er und sein Sohn Florian hätten sich alle 30 Minuten an der Stange im Garten abgewechselt, Tochter Marie hat an Sling Bändern mitgemacht. Doch Peters Spendenaktion ist keine einmalige Sache. Der Soldat hat ein eigenes Fitness-Programm (KettBar) entwickelt. Die kompletten Einnahmen davon gehen an den Verein. „Die Anmeldung kostet einmalig 25 Euro pro Person, das Geld wird direkt gespendet“, sagt er.

Die Klimmzug-Challenge ist noch nicht beendet. Wer mitmachen will, kann sich über Instagram bei Peter melden und erhält dann das Regelwerk per E-Mail. „Ich hoffe, dass noch zahlreiche Leute beim Wettkampf mitmachen und wir dem Philip Julius Verein viel spenden können“, sagt der Soldat aus Fuldatal. Von Theresa Lippe

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