Im Alter von 85 Jahren unerwartet gestorben

Kreis Kassel: Dieter Krausbauer erhält posthum Auszeichnung des Landes Hessen

Am Gedenkstein: Dieter Krausbauer präsentierte im April 2018 als Vorsitzender des „Fördervereins Marienbasilika Wilhelmshausen“ die wiederentdeckte Inschrift über die Instandsetzung der Kirche durch Landgraf Carl.
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Am Gedenkstein: Dieter Krausbauer präsentierte im April 2018 als Vorsitzender des „Fördervereins Marienbasilika Wilhelmshausen“ die wiederentdeckte Inschrift über die Instandsetzung der Kirche durch Landgraf Carl.

Dieter Krausbauer ist unerwartet im Alter von 85 Jahren gestorben. Der Wilhelmshäuser hatte sich bis zuletzt für die Marienbasilika engagiert. Ein Nachruf.

Fuldatal – „Die Nachricht von Dieter Krausbauers Tod macht viele Menschen betroffen. Sie wünschten sich, hier von ihm Abschied nehmen zu können“, sagte Pfarrer Christian Brandt gestern beim Trauergottesdienst in der Marienbasilika in Fuldatal-Wilhelmshausen. „Er war ein Segen für die Gemeinde – und hat es wieder geschafft, die Kirche zu füllen.“

Kurz vor Heiligabend hatte Dieter Krausbauer aus Wilhelmshausen noch weihnachtliche Grüße per E-Mail verschickt, wenige Tage später, am 27. Dezember, ist er im Alter von 85 Jahren überraschend im Schlaf gestorben. Sein unerwarteter Tod hinterlässt eine große Lücke in der Gemeinde. Aufgewachsen ist er mit sechs Geschwistern in Kassel, nach seiner Ausbildung zum Elektriker bei der AEG bildete er sich fort: Als Bauleiter betreute er Elektroinstallationen für Kraftwerke und war dabei viel im Ausland tätig.

„Ich bin dankbar, ihn erlebt zu haben“, berichtete Dekan Norbert Mecke, der bis 2013 Pfarrer in Wilhelmshausen war. Er beschreibt Dieter Krausbauer als bescheiden, zurückhaltend, zupackend und erinnerte an seinen Kasseler Zungenschlag. In sein ehrenamtliches Engagement sei er nach seinem Ruhestand hineingewachsen. „Ich bin sicher, dass unsere Kirche lächelt, wenn sie an Dieter Krausbauer denkt, der ihr sein Herz geschenkt hat“, sagte Birgit Sinning, stellvertretende Vorsitzende des Kirchenvorstands.

„Wir sind tief betroffen von seinem plötzlichen Tod. Er war ein feiner Mensch und guter Freund“, erläuterte Klaus Stöber, Vorstand der Stiftung Evangelische Marienbasilika Wilhelmshausen. „Wir verneigen uns vor einem großartigen Menschen“, sagte er im Namen des Fördervereins und der Stiftung Evangelische Marienbasilika und erinnerte mit großer Dankbarkeit an Dieter Krausbauers unermüdliches Engagement für die Restaurierung und geistlich-kulturelle Belebung der Evangelischen Marienbasilika Wilhelmshausen. Dieter Krausbauer war Vorsitzender des Fördervereins und Beiratsvorsitzender der Stiftung und wurde mit der Dankmedaille der Evangelischen Kirche Kurhessen-Waldeck ausgezeichnet. Er war auch in örtlichen Vereinen, wie dem Kuratorium der Wilhelmshäuser Vereine, und in politischen Gremien aktiv.

Posthume Ehrung: Erika Krausbauer (vorn) nimmt mit ihrer Familie den Ehrenbrief des Landes Hessen für ihren verstorbenen Ehemann Dieter Krausbauer von Bürgermeister Karsten Schreiber entgegen.

Den Ehrenbrief des Landes Hessen sollte Dieter Krausbauer im Rahmen eines Benefizkonzerts in der Marienbasilika erhalten, das jedoch coronabedingt verschoben werden musste. Bei der Trauerfeier zeichnete Fuldatals Bürgermeister Karsten Schreiber (CDU) den Verstorbenen daher posthum im Namen des Landrats Andreas Siebert aus und überreichte die Urkunde an Erika Krausbauer. Bis zuletzt lebte Dieter Krausbauer mit seiner Frau Erika in dem Haus, das er 1977 in Wilhelmshausen gebaut hatte. Er hinterlässt eine Tochter, einen Sohn und drei Enkel. Dr. Bernd Graubner (Orgel), Jolanta Schwill (Querflöte) und Isabel Schau (Sopran und Violine) sorgten für eine würdige musikalische Gestaltung der Trauerfeier.

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