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Kuratorium präsentiert Pläne für den Erhalt des Dorfgemeinschaftshauses in Knickhagen

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Von: Valerie Schaub

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Haben große Pläne für das Dorfgemeinschaftshaus: Andreas Fahrenbruch (von links), Christine Nowack, Desiree Czap, Andreas Heinemann, Christa Heinemann, Jens Hellemann, Erich Ueckert und Frank Altrichter vom neu gegründeten Kuratorium. Im Hintergrund der Plan fürs Außengelände und die Umfrage unter den Knickhägern.
Haben große Pläne für das Dorfgemeinschaftshaus: Andreas Fahrenbruch (von links), Christine Nowack, Desiree Czap, Andreas Heinemann, Christa Heinemann, Jens Hellemann, Erich Ueckert und Frank Altrichter vom neu gegründeten Kuratorium. Im Hintergrund der Plan fürs Außengelände und die Umfrage unter den Knickhägern. © Valerie Schaub

Wie wird es mit dem Dorfgemeinschaftshaus in Knickhagen weitergehen? Diese Frage beschäftigt Dorfbewohner und Kommunalpolitiker seit der drohenden Schließung gleichermaßen. Nach einem Krisengespräch im April hat sich im Dorf ein achtköpfiges Kuratorium gebildet und am Mittwochabend den Ausschüssen erste Ideen präsentiert.

Fuldatal – Fast schon locker war die Atmosphäre vor dem Dorfgemeinschaftshaus. „Wir wollen ein gutes Gefühl entstehen lassen“, sagte Kuratoriumsmitglied Desiree Czap, die selbst gebrautes Bier anbot und mit anderen die Präsentation startete. „Vieles, was das Aufwachsen im Dorf ausgemacht hat, ist weggefallen.“ Eine Dorfgemeinschaft „braucht ein Dach über dem Kopf“. Die Idee: die Räume besser zu bewerben und beispielsweise für Sportkurse, an Tagesmütter und Unternehmen zu vermieten. Eine Website dafür und über Knickhagen hat das Kuratorium schon erstellt. Spiel- und Campingplatz, Möglichkeiten für Catering und Fremdenzimmer seien vorhanden. Es mangele aber an der Vermarktung. Das will das Kuratorium ändern.

Dass viele Knickhäger hinter dem Projekt stehen, habe eine Umfrage im Dorf ergeben, bei der die Dorfbewohner einen Fragebogen online oder in Papierform ausfüllen konnten.

Um das marode Dorfgemeinschaftshaus in einen attraktiven und vermarktbaren Ort zu verwandeln, muss aber zunächst renoviert und saniert werden. Andreas Schild vom Fachbereich Hochbau der Gemeinde hat die Gruppe dabei unterstützt, den Istzustand zu dokumentieren. Nach seiner Einschätzung muss das Dach auf dem 1968 entstandenen Anbau neu gedeckt werden. Auch Elektrik und Toiletten müssten erneuert werden. Einen Sponsor für eine mobile Rampe zu den Toiletten hat das Kuratorium schon in Aussicht. Den neuen Haupteingang ins Gebäude wünscht sich das Team am Anbau. Mit leichtem Anstieg des Außengeländes wäre ein barrierefreier Zugang möglich, erklärte Frank Altrichter, der als Planer eine Entwurfszeichnung für das Außengelände präsentierte – inklusives Sitzmäuerchen, Baumbank, barrierefreiem Stellplatz und Begrünung mit Lavendel und Rosen. „Wir wollen alles etwas ordnen“, sagte Altrichter.

Für eine einheitliche Gestaltung soll der Boden eine wassergebundene Decke erhalten. Die sei pflegeleicht und kostengünstig. Für eine Sitzkombination sei der Förderantrag schon gestellt. Auch einen Grillplatz hat das Kuratorium eingeplant. Die Ausschussmitglieder zeigten sich beeindruckt von den Ideen der Initiative, wollten aber auch Informationen zu den Kosten erhalten. „Das wäre jetzt zu viel verlangt, hier geht es erst mal ums Engagement“, sagte Bürgermeister Karsten Schreiber. Und das sei der Schlüssel zum Erfolg, ergänzte Ausschussmitglied Tore Florin. Ein Kuratorium könne besser auf Förderer zugehen, als die Politik. Die Pläne könnten funktionieren. Bei den Anbauten und Ergänzungen am DGH habe es bisher an Struktur gefehlt.

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