Kandidiert im Wahlkreis Kassel-Land I

Landtagswahl: Alexander Lorch (CDU) setzt sich für Umwelt, Sicherheit und Infrastruktur ein

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Er will ans Steuer: Alexander Lorch kandidiert bei den Landtagswahlen am 28. Oktober für die CDU.

Fuldatal. Am 28. Oktober wählt Hessen einen neuen Landtag. Im Wahlkreis KasselLand I, zu dem die Altkreise Wolfhagen und Hofgeismar gehören sowie Espenau und Fuldatal, bewerben sich sieben Kandidaten. Wir stellen diesmal Alexander Lorch, den Kandidaten der CDU, vor.

Alexander Lorch zieht es in die Natur und ganz besonders ans Wasser, beruflich und privat. Er führt ein Schifffahrtsmuseums, angelt, radelt an der Fulda und leitet die Wasserschutzpolizei. „Selbst im Urlaub sind wir häufiger an Ost- und Nordsee und am Mittelmeer als in den Bergen“, erklärt der 53-Jährige. Vielleicht muss er seine Hobbys bald an den Rhein verlegen, denn Lorch will in den Landtag einziehen.

Die Leidenschaft fürs Wasser ist ihm nicht in die Wiege gelegt worden. „Das hat viel mit dem Job zu tun.“ Denn seit 20 Jahren ist Lorch Leiter der Wasserschutzpolizei in Kassel. „Viele machen dann ja in ihrer Freizeit ganz was anderes, das ist aber bei mir nicht so“, sagt Lorch. Ihm helfe die Zeit in der Natur, den Kopf freizubekommen und sich fit zu halten. So kann man ihn bei gutem Wetter auf dem Fahrrad antreffen oder bei Spaziergängen mit Familienhund Piera. Natur- und Umweltschutz liegen ihm am Herzen: „Das ist nicht nur ein Thema für die Grünen, auch wir als CDU sehen es als äußerst wichtig an. Schließlich haben wir nur eine Natur.“

An der Fulda: Der Fluss und die Schifffahrt spielen im Leben von Landtagskandidat Alexander Lorch (CDU) eine große Rolle. Im gegenüberliegenden ehemaligen Speichergebäude am Kasseler Hafen befindet sich das Museum der Fuldaschifffahrt.

Ehrenamt stärken

Seit vielen Jahre engagiert sich Lorch in Vereinen und kennt die Herausforderungen des Ehrenamtes. Etwa, wenn es darum geht, Menschen langfristig an den Verein zu binden. Ein Punkt, der sich daher hoch auf seiner politischen Agenda findet: „Ich möchte die Wertschätzung gegenüber Ehrenamtlichen verbessern.“ Etwa mit finanziellen Anreizen, wie der Idee besonders engagierten Menschen kostenlos das Hessenticket zur Verfügung zu stellen.

Lorch ist Beisitzer im „Kuratorium Aktion für behinderte Menschen Region Kassel“ und Vorsitzender des Museumsvereins Fuldaschifffahrt. Da ist es wieder das Motto Wasser: Die Begeisterung ist ihm anzumerken, wenn er über die Exponate spricht, die im Silogebäude am Kasseler Hafen ausgestellt werden, wie ein Modell des legendären Dampfers „Elsa“ und ein Diorama zur Schifffahrt. Das Museum ist aufgrund von Mängeln beim Brandschutz allerdings momentan geschlossen. Aber selbst das verdirbt dem Fuldataler nicht die Laune. Er ruht in sich und zeigt Durchhaltevermögen: „Wir geben uns nicht geschlagen.“

Es ist eine Haltung, die auch in der Kommunalpolitik hilfreich ist. In dieses Aufgabenfeld ist Lorch langsam hereingewachsen. 2011 trat er in die CDU ein und wurde Gemeindevertreter in Fuldatal. Seit vier Jahren gehört er dem CDU-Kreisvorstand Kassel-Land an. 2016 wurde er stellvertretender Kreisvorsitzender. Auch die Entscheidung sich für ein Landtagsmandat zu bewerben, sei langsam gereift: „Jetzt, nachdem die Kinder aus dem Haus sind, ist es Zeit sich für ein solches Amt zu bewerben.“ Das solle keinesfalls heißen, Politik sei ein Thema für das er sich nur nebenher interessiere: „Ich brenne für diese Aufgabe.“

Seine politischen Ziele

Zwei der Themen, die Alexander Lorch besonders wichtig sind: innere Sicherheit und die Weiterentwicklung des ländlichen Raums. 

Das Thema Sicherheit liege ihm natürlich besonders aufgrund seines Berufes nahe. Damit will der Leiter der Wasserschutzpolizei keinesfalls andeuten, dass es in Hessen nicht sicher sei, schließlich gebe es momentan die höchste Aufklärungsquote seit 1971. Vielmehr gehe es darum, die Sorgen der Bürger ernstzunehmen und das Sicherheitsgefühl zu verbessern. Das will Lorch mithilfe erhöhter Polizeipräsenz erreichen. Die Bürgernähe und Nahbarkeit der Beamten soll so wachsen. Außerdem solle Prävention noch deutlicher in den Fokus der Polizeiarbeit rücken und Menschen dabei geholfen werden, sich vor Verbrechen wie Einbruch zu schützen. 

Dem Ihringshäuser liegt auch besonders das Leben auf dem Land am Herzen. Dafür gehört für ihn zum Beispiel die ärztliche Versorgung. Um die zu verbessern, sei es nötig den Job des Landarztes attraktiver zu machen, in dem auf die Bedürfnisse junger Mediziner eingegangen wird. Mithilfe von Gesundheitszentren im ländlichen Raum könne zum Beispiel dem Wunsch nach flexibleren Arbeitszeiten entsprochen werden. 

Zur Dorfentwicklung gehöre auch eine ausreichend ausgebaute Infrastruktur. Dazu zählt für Lorch auch der Flughafen Kassel-Calden. Hier sieht er Optimierungsbedarf: „Eine vernünftige Verkehrsanbindung muss her.“ Er könne sich einen Ausbau der Straßenbahn bis zum Flughafen vorstellen. Grundsätzlich gelte, dass der Nordkreis besser ans überregionale Verkehrsnetz angebunden werden müsse und zwar ohne, dass jeder durch die Stadt müsse. 

Zur Person

Alexander Lorch wurde am 1. Januar 1965 in Marburg an der Lahn geboren und ist in Allendorf/Eder (Kreis Waldeck-Frankenberg), Flieden-Magdlos (Kreis Fulda) und der Stadt Kassel aufgewachsen. Mit seiner Ehefrau lebt der zweifache Vater heute in Fuldatal-Ihringshausen. Nach seiner Ausbildung für den mittleren Polizeivollzugsdienst in Kassel, Hanau und Wiesbaden, sammelte er polizeiliche Erfahrungen bei der Bereitschaftspolizei in Kassel. 1987 wechselte er zur Hessischen Wasserschutzpolizei und wurde 1998 Leiter in Kassel. Von 2001 bis 2003 hat er an der Universität Kassel berufsbegleitend den Studiengang Öffentliches Management belegt und mit dem akademischen Grad Master of Public Administration abgeschlossen.

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