Die Fuldataler Riviera nimmt Gestalt an

Radweg R1 in Wilhelmshausen ist wieder gesperrt

Der neue Radweg wird derzeit als Baustraße genutzt: Um die neue Asphaltierung zu schützen, wurde der Radweg mit Vlies, Sand und Schotter abgedeckt.
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Der neue Radweg wird derzeit als Baustraße genutzt: Um die neue Asphaltierung zu schützen, wurde der Radweg mit Vlies, Sand und Schotter abgedeckt.

Der Radweg R1 in Wilhelmshausen ist seit zwei Wochen wieder gesperrt, weil an der Uferpromenade derzeit touristischen Anlagen gebaut werden. Zum Ende der Sommerferien soll alles fertig sein.

Fuldatal – Seit Ende Dezember rollten Fahrradfahrer auf dem neuen Teilstück des Radwegs R1 in Wilhelmshausen auf brandneuem Asphalt und auf breiterem Weg entlang der Fulda. Doch seit zwei Wochen ist der Radweg schon wieder gesperrt und statt Radfahrern rollen Bagger über die Uferpromenade.

Grund ist, dass bis zum Sommer die Anlagen für die touristische Nutzung entlang der Promenade errichtet werden. So soll unter anderem in der Nähe der Mühlbachbrücke ein gepflasterter Rastplatz entstehen. Zudem werden ein Fachwerkpavillon, verschiedene Fitnessgeräte für Senioren und Kinder, fest installierte Liegestühle sowie Schließfachanlagen mit einer E-Bike-Ladestation gebaut. Auch eine Boule-Anlage wird es an der Uferpromenade bald geben, sie entsteht auf der gegenüberliegenden Seite des Mühlbaches.

Doch um all das zu bauen, müssen die Baufahrzeuge über den neu angelegten Radweg fahren. „Das ist blöd, geht aber nicht anders“, sagt Bürgermeister Karsten Schreiber. Denn von der Bundesstraße komme man an die touristischen Flächen nicht heran. Deswegen wird der Radverkehr nun auf die Bundesstraße umgeleitet. Um den neuen Radweg nicht gleich wieder zu zerstören, wurde er zuerst mit Vlies abgedeckt und dann mit Sand und Schotter geschützt. „Der bleibt untendrunter unberührt“, verspricht Martin Knopp, Leiter des Fachbereichs Tiefbau bei der Gemeinde.

Es wäre nicht möglich gewesen, die Bundesstraße und den Radweg im vergangenen Jahr zu sperren und mit Gehwegen, Ampelanlagen und Überwegen herzustellen, und zur gleichen Zeit die touristischen Anlagen zu bauen, erklären Knopp und Schreiber. „Denn dann stehen sich die Baufirmen auf den Füßen rum und behindern sich gegenseitig“, erklärt Knopp.

Deswegen wurden im vergangenen Jahr erst die Straße und der Radweg hergestellt und nun werden abschließend die touristischen Arbeiten an der Uferpromenade gemacht. „Es geht dabei auch um die Sicherheit der Arbeiter“, sagt Knopp. Man könne nicht überall gleichzeitig arbeiten. Auch die Arbeiten am neuen Parkplatz, der zwischen der Marienbasilika und der Bundesstraße entstehen soll, werden demnächst beginnen. Dort soll auch eine barrierefreie Toilettenanlage errichtet werden.

Bis zum Beginn der Sommerferien sollen laut Bürgermeister Karsten Schreiber die touristischen Anlagen an der Uferpromenade stehen und auch der Radweg wieder befahrbar sein. Bis zum Ende der Sommerferien sollen auch die Arbeiten am Parkplatz beendet sein.

Rund 600 000 Euro wird nach Angaben von Knopp der Aufbau der touristischen Anlagen kosten. 50 Prozent der Kosten werden durch Fördermittel gedeckt, unter anderem aus dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz und dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Den Rest der Kosten übernimmt die Gemeinde.

Kommt nichts dazwischen, ist Fuldatal dann ab dem Sommer um eine touristische Attraktion reicher.(Von Amira El Ahl)

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