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Heiraten auf der Sternwarte: Standesamt Fuldatal bietet fünf neue Trauorte an

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Von: Amir Selim

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Martin Schäfer und Anke Kordelle auf der Sternwarte. Im Hintergrund die weite Landschaft zu sehen
Sie waren die Ersten: Martin Schäfer und Anke Kordelle bei ihrer Trauung auf der Sternwarte in Rothwesten mit schönem Ausblick. Am Häuschensberg befindet sich einer von fünf neuen Trauorten in Fuldatal. © Amir Selim

Jetzt kann in Fuldatal auch unter freien Himmel geheiratet werden. Außerdem bieten die neuen Trauorte mehr Platz für die Hochzeitsgäste.

Fuldatal – Anke Kordelle und Martin Schäfer lieben die Natur. Umso mehr freut es die beiden, dass sie sich in Fuldatal nun unter freiem Himmel trauen lassen konnten. Sie waren die ersten die sich auf der Sternwarte am Häuschensberg in Rothwesten das Ja-Wort gaben. Dieser ist einer von fünf neuen Trauorten der Gemeinde Fuldatal.

Die fünf neuen Trauorte in Fuldatal

Es habe schon lange Überlegungen dazu gegeben und viele Bürger hätten es sich gewünscht, sagt Patrick Gries, Leiter des Standesamtes in Fuldatal. Neben der Sternwarte können Paare in der Schneeganshütte und dem Haus der Begegnungen in Simmershausen, im Dorfgemeinschaftshaus in Wilhelmshausen und im Fuldataler Forum in Ihringshausen heiraten. Das Highlight ist jedoch der Trauort am Häuschensberg. Dort wird auf der Sternwarte unter anderem mit Blick auf den Herkules und dem Kaufunger Wald geheiratet. Bisher fanden die Eheschließungen nur im Rathaus statt.

„Es ist nicht alltäglich, unter freiem Himmel zu trauen“, sagt Gries. Zudem hätten Paare mehr Platz für ihre Gäste. „Bisher haben wir im Trauzimmer Platz für 20 bis 25 Personen“, sagt der Standesbeamte. Am Häuschensberg fänden über 100 Leute Platz. Unterstützt wird das Standesamt von den Fuldataler Vereinen. Abgesehen vom Fuldataler Forum kümmern diese sich um die jeweiligen Trauorte. So zum Beispiel der Motorradclub Rothwesten, der die Räumlichkeiten an der Sternwarte betreut.

Mit dem neuen Angebot möchte das Standesamt die Möglichkeiten für Brautpaare noch individueller gestalten. Das werde aber auch jetzt schon umgesetzt, sagt Gries. So haben Brautpaare freie Hand bei Umfang und Länge ihrer Reden, können ihre Wunschmusik während der Trauung bestimmen oder einen Sektempfang rund um die Eheschließungen abhalten, erklärt der Leiter des Standesamtes.

Solche Möglichkeiten brauche es, denn die Konkurrenz in der Region ist groß. „Wir haben eben kein Schloss und keine Burgruine“, sagt Fachbereichsleiterin Heike Möller. Dafür sei das Standesamt mit fünf Beamten gut aufgestellt, um die Wünsche der Paare umzusetzen.

Die erste Hochzeit mit Anfang 60

So war es auch bei Anke Kordelle und Martin Schäfer. Das Ehepaar ist schon seit knapp 20 Jahren zusammen, bis zum Antrag dauerte es aber etwas. „2016 habe ich ihr den gemacht“, sagt Schäfer. 2018 hätten sich die beiden auf Wangerooge ein Versprechen gegeben. Nach Längerem Hin und Her hätten sie sich nun entschieden, standesamtlich zu heiraten. Für beide ist es die erste Hochzeit. „Ich habe schon ganz lange gespürt, dass sie die richtige Frau ist“, sagt Schäfer. Kordelle berichtet, dass ihre Beziehung nicht nur Liebe und Verbundenheit, sondern auch Freundschaft ausmacht. Gerade in diesen schwierigen Zeiten sei das wichtig. Deswegen dachten sie sich „jetzt erst recht.“

Wie es der Zufall wollte, rief Kordelle genau einen Tag nach der Entscheidung für die neuen Trauorte bei Patrick Gries an. Die Möglichkeit, an der Sternwarte zu heiraten, habe sie sofort bejaht, erzählt Kordelle.

Infos zu den Trauorten unter Tel. 05 61/98 18 13 03 oder an standesamt@fuldatal.de (Amir Selim)

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