Aufbau der Uferpromenade in Wilhelmshausen

Steigender Pegel behindert Arbeiten an der Fulda

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Hier soll eine Ufertreppenanlage entstehen: Derzeit werden von einer Spezialfirma aus Bayern die Spundwände am Flussufer eingerammt.

Fuldatal – Weil die Muschelbänke unter dem sinkenden Wasserstand zwischen der Neuen Mühle und dem Walzenwehr in Kassel gelitten haben, wird dort seit Montagmorgen wieder der Fluss angestaut. Weiter flussabwärts, in Wilhelmshausen, hat das zu einigen Problemen geführt.

Seit Montagnachmittag ist dort der Pegel wieder rapide gestiegen. „Ich hab nicht damit gerechnet und war wirklich erschrocken“, sagt Uwe Ott.

Ott ist Polier an der Baustelle in Wilhelmshausen, wo die Firma Gollwitzer aus Bayern, die auf Tiefbau am Wasser spezialisiert ist, gerade dabei ist, Spundwände am Flussufer zu errichten. „Wir brauchen dafür besonders niedrigen Wasserstand“, erklärt Ott.

Die bis zu zwei Tonnen schweren Bohlen werden mit einem Spezialgerät in den Boden gerammt, um das Ufer zu verstärken. „Normalerweise fällt das Ufer flach ab“, erklärt Bürgermeister Karsten Schreiber. An drei Stellen entlang der Uferpromenade, die in Wilhelmshausen entstehen soll, werden jetzt die Spundwände eingesetzt:

. Dort, wo der Bootssteg für die Slipanlage zum Einlassen und Herausholen der Boote entsteht (im Bereich der jetzigen Zufahrt zum Bootshaus der Uni Göttingen),

. an der Stelle, wo der Radweg in Richtung Fluss verlegt wird (kurz hinter der Einmündung Berliner Straße in Richtung Hann. Münden) . und dort, wo hinter dem zulaufenden „Mühlbach“ in Richtung Hann. Münden auf circa 40 Metern Länge eine Ufertreppenanlage entlang des Fuldaufers geplant ist.

Die Vorarbeiten in den drei Bereichen haben drei Wochen gedauert. „Wir mussten die Arbeitsebene herstellen und haben hier sehr beschränkte Platzverhältnisse“, erklärt Ott. An der Wasserkante musste gerodet, Mutterboden abgetragen und die Fläche eben gemacht werden, damit die Fahrzeuge überhaupt eingesetzt werden können. Auf die Ebene wurden dann Holzbohlen gelegt, damit das schwere Fahrzeug, ein Kettenbagger mit einer Ramme, dort arbeiten kann.

In circa zwei Wochen sollen die Spundwände fertig sein. Eine der tonnenschweren Platten einzurammen, dauert zwei Minuten. „Der Aufwand im Vorfeld ist viel höher“, sagt Ott. Jetzt hofft er, dass der Wasserpegel nicht weiter steigt.

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