Tablets erleichtern Arbeit in  Fuldataler  KFZ-Werkstatt

+
Erster Check: Patrick Clobes überprüft das Auto und trägt die Mängel in das Programm auf dem Tablet ein. 

Fuldatal – Tablets in der Autowerkstatt? Das klingt im ersten Moment ungewöhnlich. Im Autohaus Klein in Fuldatal ist es mittlerweile Alltag.

Mit zunehmender Technisierung und Digitalisierung der Fahrzeuge und dem größer werdenden Bereich der Elektromobilität (E-Mobilität) muss auch die Werkstatt mit der Zeit gehen und digital werden.

Bereits seit etwa sechs Jahren gibt es ein Auslesegerät für Autoschlüssel, dass an einen Computer angeschlossen wird. Legt man den Schlüssel auf das Gerät, werden die allgemeinen Fahrzeugdaten in einem Programm angezeigt. „Bei neueren Autos ab dem Baujahr 2016 werden auch Fehlermeldungen des Autos vom Schlüssel auf den Computer übertragen“, sagt Patrick Colbes, Serviceberater im Autohaus Klein.

Die Tablets kommen in der Werkstatt seit Anfang 2018 zum Einsatz. Dadurch würde viel Zeit gespart, sagt Hans-Norbert Alt, Marketingleiter des Autohauses.

Fahrzeugdaten und eventuelle Schäden werden im Programm vermerkt. Gleichzeitig werden der Zustand des Wagens ebenso wie eventuelle Schäden mit Fotos protokolliert. Bereits bei der ersten Überprüfung eines Kundenfahrzeugs werden die Daten und Schäden auf dem Tablet fixiert und über ein Programm an die Werkstatt übermittelt. Daraufhin kann direkt aus der Werkstatt auf dem Tablet überprüft werden, ob die benötigten Ersatzteile auf Lager sind.

Auch der Preis für Ersatzteile und Reparaturen kann direkt über das Programm kalkuliert werden. Außerdem können die Fotos von Schäden, die bei der Überprüfung entdeckt werden, direkt an den Kunden gesendet werden, um so die restlichen Abläufe zu beschleunigen.

Seit Ende 2018 bietet das Autohaus zudem einen Online-Service an. Kunden können Termine rund um die Uhr von zu Hause aus Buchen. „Besonders zum Saisonwechsel, wenn alle ihre Autoreifen wechseln wollen, ist es sehr bequem, wenn die Kunden sich zu Hause Termine raussuchen können, die ihnen am besten passen“, sagt Jens Uwe Klein, einer der Leiter des Autohauses. „Wir wollen Zeitgewinn und Effizienz bündeln“, sagt sein Bruder Jürgen Klein „der Kunde steht für uns dabei im Vordergrund“.

Mit der Digitalisierung in der Werkstatt wollen die Autohändler nicht nur auf den Zeitmangel vieler Menschen, sondern auch auf die zunehmende Technisierung und E-Mobilität in der Automobilbranche reagieren. Dazu zähle auch die Ausbildung der Mechatroniker, die sich im Autohaus Klein mittlerweile in drei Fachbereiche aufteilen ließe, sagt Jens Uwe Klein. Ein Bereich sei der Hochvolt-Experte, der unter anderem die Batterie bei Elektrofahrzeugen wechseln könne.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.