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Weiterer Ärger um Baustraße in Rothwesten

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Von: Valerie Schaub

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Die Baustraße auf dem Grundstück von Simone Stein ist noch immer da. Die Baufirma von Tevfik Albayrak (rechts) würde zur Not die Straße auf eigene Kosten wieder herstellen, hofft aber auf den Auftrag der neuen Verwaltungsgesellschaft.
Die Baustraße auf dem Grundstück von Simone Stein ist noch immer da. Die Baufirma von Tevfik Albayrak (rechts) würde zur Not die Straße auf eigene Kosten wieder herstellen, hofft aber auf den Auftrag der neuen Verwaltungsgesellschaft. © Valerie Schaub

Nach den Bauarbeiten am Rewe-Markt in Rothwesten sieht noch immer nicht alles fertig aus. Vor allem ist eine Baustraße auf einem Privatgrundstück geblieben, monatelang tat sich nichts. Nach einem Besitzerwechsel könnte sich das nun ändern.

Fuldatal – Hinter dem Rewe-Markt in Rothwesten führt eine Baustraße über ein Privatgrundstück. Seit rund einem Jahr ist das nun so. Familie Stein, der das Grundstück gehört, hatte ihr Okay gegeben, dass auf ihrem Grund während der Bauarbeiten am Markt eine Straße angelegt werden darf. Im Gegenzug sollte der Investor Heinz Waldherr aus Bayern die Straße im Anschluss wieder zurückbauen lassen.

Jetzt könnte endlich Bewegung in die Sache kommen. Wie mehrere Quellen bestätigen, hat der Investor das Objekt verkauft, ohne sich zuvor um die Beseitigung verschiedener Mängel zu kümmern. Zumindest entsteht dieser Eindruck, wenn man mit den anderen Beteiligten spricht. Er selbst hat auf eine Anfrage nicht reagiert.

Laut Tevfik Albayrak, Inhaber der Firma Alka Bau, fehlte schlicht der Auftrag für den Rückbau der Baustraße. Seine Firma hatte die Rohbauarbeiten gemacht und Außenanlagen am Rewe-Gebäude gestaltet. In dem Zuge habe er auch ein Angebot zur Wiederherstellung des Grundstücks und Rückbau der Baustraße abgegeben. Auf den Auftrag wartet er allerdings bis heute. „Es ist ja kein Hexenwerk, aber die Aufträge müssen erteilt werden“, sagt er. Zuletzt habe er überhaupt keine Rückmeldung mehr bekommen. Wenn es nach ihm ginge, wäre die Baustraße längst weg. „Wir können ja nicht einfach Bauschutt hinwerfen und dann wieder gehen.“

Wie sich mittlerweile herausgestellt hat, gibt es noch weitere Probleme. Bei der zuständigen Verwaltungsgesellschaft in Berlin sind weitere nicht abgeschlossene Arbeiten gemeldet worden. Auch die Rewe-Pressestelle bestätigt, dass es Restmängel wie offene Bohrlöcher und unverschlossene Fugen gebe, die auf den Betrieb aber keine Auswirkung hätten. Der neue Eigentümer wolle sie beseitigen, heißt es.

Albayrak hat sich bereit erklärt, in Absprache mit der Verwaltungsgesellschaft, die Arbeiten zu übernehmen, auch um Familie Stein zu helfen. Es seien nur noch Details zu klären.

Der frühere Investor aus Bayern hatte unserer Zeitung im Winter mitgeteilt, dass die bauausführende Firma ihrem Auftrag nicht nachgekommen sei. Diese Aussage ärgert Albayrak und Familie Stein. Immer wieder hatten beide darauf gedrängt, dass die Baustraße zurückgebaut werden müsse. Den Rückbau hatten Steins mit dem Investor sogar vertraglich festgehalten. Als das nicht geschah, sahen Steins als letzten Ausweg den Gang vor Gericht.

Wahrscheinlich wird die Baustraße nun noch ein bisschen bleiben müssen, zumindest so lange, bis die restlichen Arbeiten rund um das Gebäude abgeschlossen sind. Ohne die Straße gibt es keinen Zugang.

Anschließend müssten zuerst der Bauschutt abgetragen und das Fließ entfernt werden, erklärt Albayrak. Damit später keine Erde den Hang herunterrutsche und auf das Rewe-Gelände falle, müssten auch Tiefborde in die Erde gesetzt werden.

Sollten doch noch alle Stricke reißen, hat Albayrak bereits zugesagt, die Straße notfalls auf eigene Kosten zurückbauen. „Wir lassen niemanden im Stich.“

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