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Nach technischem Defekt: Wieder freie Fahrt durch den A44-Tunnel bei Hirschhagen

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Von: Sebastian Schaffner

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Durchfahrt verboten: Die Schranke an der A 44-Auffahrt Hessisch Lichtenau-West in Richtung Kassel war am Montag noch geschlossen.
Die Schranke an der A 44-Auffahrt Hessisch Lichtenau-West in Richtung Kassel war am Montag noch geschlossen. © Evelyn Ludolph

Der Tunnel Hirschhagen auf der Autobahn 44 zwischen Helsa und Hessisch Lichtenau ist seit Dienstagmittag wieder für den Verkehr freigegeben.

Aktualisiert am Dienstag, 18. Oktober, 16.50 Uhr: Beide Tunnelröhren seien wieder befahrbar, teilt die Autobahn GmbH mit. Gesperrt war der erst am 7. Oktober eröffnete Tunnel seit Mittwoch. Eine Brandmeldeanlage hatte immer wieder Fehlalarm ausgelöst. Sicherheitshalber durfte der Autobahnabschnitt bis zur Klärung des Problems nicht befahren werden. Schließlich stellte sich laut den Betreibern heraus, dass Kabel der Bodenbeleuchtung Störwellen erzeugt hätten. Diese seien nun ersetzt worden.

Ursprungsmeldung von Dienstag, 18. Oktober, 7 Uhr:
Gerade einmal 117 Stunden war er geöffnet, seitdem geht vorerst nichts mehr im Tunnel Hirschhagen auf der A 44 zwischen Helsa und Hessisch Lichtenau. Grund für die Sperrung ist eine defekte Brandmeldeanlage. Nachdem der Fehler gefunden ist, soll der Tunnel laut Autobahn GmbH voraussichtlich aber am Dienstag wieder öffnen.

Erste Fehlermeldungen hatte es bereits kurz nach der feierlichen Eröffnung vor zehn Tagen gegeben. Seit Mittwoch, 15 Uhr, ist der 5,9 Kilometer lange Autobahnabschnitt dicht, der samt Tunnel rund 346 Millionen Euro gekostet haben soll. Anfangs hatte die Autobahn GmbH gehofft, dass sich das Technikproblem mit einer neuen Computer-Platine noch vor dem Wochenende erledigt haben könnte. Doch daraus wurde nichts. Die Strecke blieb gesperrt. „Am Wochenende wurde die Ursachenforschung auf das gesamte elektronische Tunnelsystem ausgeweitet“, so Sprecher Joachim Schmidt. Das habe seine Zeit gebraucht. Immerhin seien im Tunnel 740 Kilometer Kabel verlegt.

Tunnel Hirschhagen: Letzte Tests am Montag abgeschlossen

Am Montag habe sich herausgestellt, dass es an den Kabeln für die Bodenbeleuchtung der Fluchtwege lag. Sie hätten Störungen erzeugt, die zu den Fehlermeldungen der Brandmeldeanlage führten. Grundsätzlich seien solche Vorkommnisse nicht unüblich, sagt Schmidt, „da sich der Tunnel seit der Eröffnung in einem Probebetrieb unter Verkehr befand“.

Am Montagnachmittag standen noch letzte Tests aus. Das soll aber, so der Plan der Autobahn GmbH, am Dienstag erledigt sein. Der Tunnel könnte dann im Laufe des Tages wieder für den Verkehr freigegeben werden, sagt Sprecher Schmidt. Im Tunnel gibt es aufgrund seiner enormen Länge drei Brandmeldeanlagen. Sie sind mit der Tunnelleitzentrale in Eschwege verbunden, die sämtliche überwachten Straßentunnel in Hessen im Blick hat. Schlägt eine der Anlagen Alarm, informiert die Zentrale die zuständige Feuerwehr.

Defekte Brandmeldeanlage sorgte für drei Feuerwehreinsätze im Tunnel Hirschhagen

Für die betroffene Anlage, die sich im Westen des 4200 Meter langen Bauwerks befindet, ist die Freiwillige Feuerwehr Helsa zuständig. Und genau diese Anlage hatte in den vergangenen Tagen gleich drei Fehlalarme ausgelöst. „Wir sind zweimal nachts und einmal mittags ausgerückt“, berichtet Gemeindebrandinspektor Thomas Lenz im HNA-Gespräch. 25 bis 30 Kameraden seien jeweils im Einsatz gewesen. (Sebastian Schaffner)

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