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Anwohner wünschen sich Kontrollen am Sportplatzweg in Helsa

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Von: Valerie Schaub

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Ärgern sich über zu schnell fahrende Autos: Anwohner Björn Knoke und Nachbarin Anika Rödiger lassen ihre Kinder Hannah (4, links) und Sohn Henri (2) selten am Sportplatzweg Laufrad fahren. Rechts ist der Fußweg zur Tram zu sehen.
Ärgern sich über zu schnell fahrende Autos: Anwohner Björn Knoke und Nachbarin Anika Rödiger lassen ihre Kinder Hannah (4, links) und Sohn Henri (2) selten am Sportplatzweg Laufrad fahren. Rechts ist der Fußweg zur Tram zu sehen. © Valerie Schaub

Anwohner im Sportplatzweg in Helsa machen sich Sorgen. Denn dort gilt Tempo 30, aber viele fahren zu schnell, kritisieren sie. Die Straße ist allerdings nur eine von vielen in Helsa, für die sich Bürger eine Verkehrsberuhigung wünschen.

Helsa – Wenn Henri mit seinem Laufrad auf dem Sportplatzweg in Helsa unterwegs ist, wird Mutter Anika Rödiger mulmig. Denn oft rauschen hier Autos durch, und oft sind sie schneller als das erlaubte Tempo 30. So schildern sie und ihr Nachbar Björn Knoke die Situation. Auch er hat eine Tochter, die gern Laufrad fährt, auch er berichtet über zu schnell fahrende Autos.

Nicht nur um spielende Kinder machen sich die Anwohner am Sportplatzweg Sorgen. Hier führe ein Wanderweg vorbei und schräg gegenüber ein Fußweg zur Tram. Viele Fußgänger liefen deshalb auf der Straße, spätestens dort, wo weiter hinten der Gehweg endet – eine gefährliche Situation, finden sie. Deshalb haben sich Knoke und Rödiger an die Gemeinde gewandt.

Bisher hat der Gemeinsame Ordnungsbehördenbezirk (GOB) zweimal auf der Straße ein Seitenradarmessgerät aufgestellt, bestätigt Harald Stückrad vom GOB. Damit wird geprüft, wie viele Autos wie schnell fahren und ob sich der persönliche Eindruck messen und bestätigen lässt. Stückrad hat „leicht erhöhte Geschwindigkeiten“ festgestellt, „aber nichts Besorgniserregendes“. Sein Fazit: Es gebe keine direkten Anzeichen für Handlungsbedarf. Man werde die Straße aber weiter im Blick behalten.

Der Sportplatzweg in Helsa ist eine Stichstraße. Wer sie bis zum Ende fährt, landet im Grünen. Die Straße wird genutzt von Anliegern, Freibadgästen, Wanderern und Hundebesitzern. Auch Baustellenfahrzeuge fahren hier lang, um zum Neubaugebiet zu gelangen. Das könnte sich beruhigen, wenn die Baustellen beendet seien, sagt Stückrad.

Die Nachbarn hatten beide schon Fahrer von Baustellenautos angesprochen. Manche wüssten nicht, dass hier Tempo 30 gilt, manche interessiere es nicht. Die lange, gerade Straße verleite auch zum Schnellfahren, gibt Rödiger zu. Sie wünscht sich Bremsschwellen oder eine verengte Fahrbahn.

Bürgermeister Andreas Schönemann sind auf Nachfrage nur zwei Beschwerden über die Situation am Sportplatzweg bekannt. „Wir nehmen das natürlich ernst“, sagt er. Beschwerden würden an den GOB weitergeleitet, der neben Helsa noch für Niestetal, Kaufungen, Nieste und Söhrewald zuständig ist.

Man prüfe die Beschwerden, müsse sie aber auch im Hinblick auf andere kritische Stellen in der Gemeinde und den begrenzten Ressourcen abwägen und einordnen. Der Sportplatzweg sei generell nicht viel befahren.

Schönemann verweist auch auf eine in den politischen Gremien erarbeitete Liste von Straßen, die der GOB derzeit abarbeitet. Dabei gehe es nicht darum, wo es sich finanziell lohnt, zu blitzen, betont er.

Unabhängig vom GOB hat die Gemeinde mobile Verkehrsdisplays angeschafft. Auch darüber werden Daten gesammelt, die die Gemeinde auswerten könne. Möglicherweise könnte man so ein Schild demnächst in den Sportplatzweg stellen.

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