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Streit um Kreisbrandinspektor: Steisel hat jetzt auch in Fulda Probleme

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Von: Holger Schindler

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Dr. Björn Steisel
Dr. Björn Steisel

Kreis Kassel/Helsa. Die berufliche Zukunft von Dr. Björn Steisel (33) ist offenbar ungewiss. Der Kreisbrandinspektor im Landkreis Fulda hatte sich auf die gleiche Position im Landkreis Kassel beworben und in langwierigen Gerichtsverfahren letztlich erfolglos darum gestritten.

Nun kann er nach Ablauf seiner Elternzeit auch nicht wieder in seine Funktion an der Spitze der Feuerwehren im

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Kreis Fulda zurückkehren. Das bestätigte der Fuldaer Landrat Bernd Woide (CDU) laut einem Bericht der Fuldaer Zeitung.

„Wir haben uns mit Dr. Steisel darauf verständigt, ihn nach Beendigung seiner Elternzeit zunächst vom Dienst als Kreisbrandinspektor freizustellen“, wird der Fuldaer Landrat zitiert.

Björn Steisel, der mit seiner Familie in Helsa wohnt, war im Oktober 2011 als Kreisbrandinspektor nach Fulda gekommen. Kurz darauf bewarb sich der promovierte Chemiker als oberster Feuerwehrchef im Landkreis Kassel.

Doch sowohl die Feuerwehren im Landkreis Kassel als

Unverständnis an der Basis: Bei den Freiwilligen Feuerwehren im Landkreis Kassel konnte man nicht verstehen, warum Steisel hartnäckig an seiner Bewerbung festhielt. Unser Archivfoto zeigt Wehrleute , die im Sommer 2011 den Brand des Merten-Jäger-Hauses in Steisels Heimatgemeinde Helsa bekämpfen. Archivfoto: Koch
Unverständnis an der Basis: Bei den Freiwilligen Feuerwehren im Landkreis Kassel konnte man nicht verstehen, warum Steisel hartnäckig an seiner Bewerbung festhielt. Unser Archivfoto zeigt Wehrleute , die im Sommer 2011 den Brand des Merten-Jäger-Hauses in Steisels Heimatgemeinde Helsa bekämpfen. Archivfoto: Koch

auch die Kreisspitze wollten einen anderen haben. Sie entschieden sich einhellig für Sebastian Mazassek (Hofgeismar), der den Posten im Juli 2013 schließlich auch bekam.

Der Kreisbrandinspektor, der lieber in Kassel als in Fulda arbeiten wollte, beschäftigte die Feuerwehren in beiden Landkreisen intensiv. In Leserbriefen und Internet-Kommentaren wurde harsche Kritik am Vorgehen Steisels geübt.

Der hatte das erste Bewerbungsverfahren im Oktober 2011 mit einer Klage vor dem Verwaltungsgericht Kassel gestoppt. Das Auswahlverfahren musste wegen eines Formfehlers wiederholt werden. Doch auch im zweiten Verfahren kam Steisel nicht zum Zuge. Er klagte wieder, unter anderem gegen die seiner Meinung nach zu geringe Bezahlung der Stelle in Kassel (falls er sie bekommen würde) – in Fulda wurde er als Kreisbrandinspektor nach der Besoldungsgruppe A14 bezahlt, Kassel sah eine Bezahlung nach A11 vor.

Die Klage wurde im August 2013 abgewiesen. Laut Fuldaer Zeitung war Steisel seit Mai 2013 in Elternzeit; sie endete kurz vor Silvester.

Die Kreisverwaltung in Fulda hat sich laut dem Pressebericht nun mit Steisel darauf verständigt, zunächst nicht wieder in sein Amt zurückzukehren. Die dienstlichen Aufgaben würden bis auf weiteres von seinem Stellvertreter wahrgenommen.

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