Helsaer Förderverein braucht 200 000 Euro für Sanierung

Schwimmbad Helsa soll 2022 wieder öffnen

Luftbild Freibad Schwimmbad Helsa
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Wird auf Vordermann gebracht: Das Helsaer Schwimmbad bekommt bald eine neue Beckenfolie. Außerdem stehen weitere Sanierungsarbeiten an.

Wenn alles gut läuft, kann das Helsaer Schwimmbad im nächsten Jahr wieder öffnen. Matthias Pengel, Vorsitzender des Fördervereins Schwimmbad, ist zuversichtlich. „Ich hoffe, dass unsere Vorhaben wie geplant klappen, dann steht einer Freibadsaison 2022 nichts mehr im Wege.“

Helsa – Das größte Sorgenkind und auch die teuerste geplante Investition ist die Beckenfolie. „Die Kosten für eine Erneuerung werden sich im Bereich zwischen 100 000 und 150 000 Euro bewegen“, schätzt Pengel. Durch Förderprogramme und eine Summe, die im Haushalt der Gemeinde Helsa für das Schwimmbad geblockt ist, wird dies möglich.

Der Zeitplan sehe vor, dass etwa bis Ende August die Förderanträge von der Gemeinde gestellt und dann die Ausschreibungen gemacht werden können. Der Austausch der Beckenfolie soll dann im nächsten Frühjahr erledigt werden.

Neben der Folie müssen auch die Pumpen ausgetauscht werden. Das soll bereits in diesem Jahr passieren. In der Zukunft stehen laut Peter Strohs, Vorsitzender der DLRG-Helsa, noch die Reparatur der Warmwasserspeicher, Reinigung und Austausch der Aktivkohlefilter und die Erneuerung der Duschen und Kabinenschrankschlösser auf dem Plan. Außerdem die Sanierung der Toilettenanlagen, die Ausbesserung des Verbundpflasters der Beckenumrandung, Installation von Münzautomaten und eines Drehkreuzes im Eingangsbereich sowie eines Handlaufs an der Beckentreppe. Insgesamt sei man Ende bei etwa 200 000 Euro Investition.

Und noch eine Änderung steht an. „Für die Vergabe des Kiosk-Betriebes steht ein engagierter Neubewerber in Aussicht“, sagt Strohs. Einzelheiten will der Förderverein nicht verraten, weil die Sache noch nicht in trockenen Tüchern sei.

Zur Diskussion stand in der Vergangenheit auch immer wieder, wer Betreiber des Bades sein soll – die Gemeinde oder der Förderverein. Nach der Gemeindevertretersitzung im April war dann klar, dass der Förderverein Betreiber bleibt, beziehungsweise eine Änderung an der bestehenden Praxis nicht nötig sei, erklärt Bürgermeister Andreas Schönemann.

Insgesamt stehe die Politik in Helsa hinter dem Schwimmbad, sagt Matthias Pengel. „In den vergangenen Jahren gab es einige Versäumnisse in Bezug auf das Bad, aber jetzt kommt wieder Bewegung in die Sache.“

150 000 Euro sind im kommenden Jahr für das Bad im Helsaer Haushalt vorgesehen. Wie viel die Gemeinde davon wirklich aufbringen muss, hängt von der Fördersumme ab. „Wir hoffen, dass wir mindestens die Hälfte des Betrages gefördert bekommen“, sagt Schönemann. Andere Ausgaben müssten dann eventuell dahinter zurückstehen. „Es ist aber nicht so, dass die komplette Summe auf einmal aufgebracht werden muss – das ist eine Investition, die sich in den nächsten Jahren auch in den Abschreibungen widerspiegeln wird.“ (Theresa Novak)

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