Sperrung aufgeh

Baustellen-Ampel zwischen Hessisch Lichtenau und Kassel ab Samstag passé

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Die Ampelschaltung an der B7 direkt neben den Bauarbeiten der A44 wird am Wochenende aufgehoben. Unser Luftbild zeigt die Bauarbeiten am Tunnel Hirschhagen im Juni 2018.

Helsa – Pendler können aufatmen. Voraussichtlich zum Ende dieser Woche wird die Ampel und einseitige Sperrung auf der B7 zwischen Eschenstruth und Helsa abgebaut werden und der Verkehr kann wieder regulär fließen.

Über die Ampel, die seit Mitte August zwischen Hessisch Lichtenau und Kassel steht, hatten sich zuletzt immer wieder Pendler geärgert, die auf der Strecke nach Kassel Zeit verlieren. Fragen und Antworten zum Thema:

Was ist an der Baustelle passiert?

Nach dem Rückbau der B 7 musste laut Hessen-Mobil-Sprecher Marco Lingemann eine Betonstützwand entfernt werden und der Fahrbahnrand befestigt werden. Durch das Einbauen von Betonpalisaden an einigen Stellen wurden die Schächte im Hang gesichert.

„Zwischen der Fahrbahn der B 7 und dem Lärmschutzwall der A 44 befindet sich der Hauptentwässerungskanal der Autobahntrasse“, erklärt Lingemann. Nach Abschluss der Erdarbeiten an der A 44 musste der kontrolliert und gereinigt werden. Außerdem mussten an den Kanalzugängen Sicherungseinrichtungen eingebaut werden.

Wieso dauerte das so lange? Gab es keine Umleitung?

Auf der B7 fahren täglich bis zu 15 000 Fahrzeuge. Weil es laut Hessen Mobil keine Ausweichroute gibt, die das hohe Verkehrsaufkommen aufnehmen könnte, hatten sich alle Beteiligten für eine halbseitige Sperrung anstatt einer Vollsperrung mit Umleitung entschieden. Bei einer Vollsperrung wären die Arbeiten sehr viel zügiger möglich gewesen, sagt Lingemann. Das kam aber hier mangels Ausweichroute nicht in Frage.

Wie lange war die Ampel geschaltet?

Die Ampel war grundsätzlich zu den Arbeitszeiten der Baufirma ohne zeitliche Vorgabe geschaltet. Der Sperrbereich war laut Hessen Mobil unterhalb des Dammes abschnittsweise maximal 200 Meter lang.

Zu manchen Zeiten habe es auch Arbeiten gegeben, die nicht unmittelbar für Vorbeifahrende sichtbar waren, sagt Lingemann – bei Arbeiten am Hang oder in den Kanaleingängen beispielsweise. Trotzdem sei auch dann die Sperrung zur Sicherheit der Verkehrsteilnehmer und des Arbeitsschutzes zwingend notwendig.

Wie haben Sie auf Beschwerden reagiert?

„Wir haben festgestellt, dass es im Busverkehr Probleme gab“, sagt Lingemann. Auch den Berufsverkehr habe die Ampelschaltung aufgehalten. Weil sich auch bei Hessen Mobil einige Pendler gemeldet hatten, hat die Verkehrsbehörde der Baufirma Ende September die Auflage erteilt, die Ampel und damit die Sperrung nur zwischen 9 und 15 Uhr aufzustellen, „damit der Berufsverkehr ungehindert an der Baustelle vorbeifließen kann.“

Wann sind die Arbeiten an der B7 fertig?

Zum Ende der Woche wird die Sperrung laut Lingemann aufgehoben. „Möglicherweise müssen wir im kommenden Jahr noch einmal für ein paar Tage die Fahrbahn der B 7 an dieser Stelle halbseitig sperren, wenn der Lärmschutzwall bepflanzt wird.“ Diese Arbeiten hätten dann aber bei Weitem nicht das Ausmaß der jetzigen Ampelsperrung.

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