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Bessere Routen für Radfahrer in Helsa

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Von: Valerie Schaub

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Zwei Radfahrer auf der Bundesstraße in Helsa
Wenig Platz für einen extra Radweg ist auf der Hauptstraße durch Helsa. Während der Sanierung ab 2023 könnten zumindest auch Gehwege angepasst werden. © Valerie Schaub

Helsa will mehr für Radfahrer tun und die Schwachstellen im Wegnetz ausbessern. An vielen Punkten ist die Gemeinde dabei auch auf andere Behörden angewiesen. Nun wurde ein erster Konzeptentwurf vorgestellt.

Helsa – Helsa will mehr für Radfahrer tun. Mit dieser Idee hatte das Parlament auf Antrag der Grünen Liste Helsa (GLH) vor einem Jahr beschlossen, ein Radverkehrskonzept auf den Weg zu bringen. Dabei sollten auch Gefahrenpunkte wie an der Bundesstraße durch Helsa ins Auge gefasst werden.

Ein Jahr später hat die Verwaltung nun ein Konzept präsentiert. Es gibt einen Überblick über den Status quo der Radverbindungen und listet auf, an welchen Stellen die Gemeinde etwas verbessern will. Darunter fällt zum Beispiel die Radwegverbindung zwischen Helsa und Wickenrode. Dort soll der lose Schotter auf Teilen des Wegs befestigt werden. Fördermittel sind bereits beantragt.

In den meisten Fällen sind beim Thema Radwege aber auch andere Behörden wie Hessen Mobil, Hessen Forst oder die Autobahn GmbH eingebunden. Weil Hessen Mobil derzeit eine Radroute nach Großalmerode plant, wird es bei der Strecke nach Wickenrode zunächst bei einer Zwischenlösung bleiben.

Bei der Verbindung von Helsa nach Eschenstruth gibt es keine Aussicht auf einen parallel zur B 7 verlaufenden Radweg. Dafür ist die Bundesstraße zu schmal. Deshalb wurde die Verbindung zwischen dem nahe gelegenen Waldhof und der Bahnbrücke an der Losse bei Helsa ausgebessert. Die noch geschotterte Fläche soll asphaltiert werden.

Bei der Ortsdurchfahrt Helsa haben Radfahrer momentan nur die Möglichkeit, auf der Straße zu fahren. Das wird vermutlich auch so bleiben, denn die Straße ist zu schmal für bauliche Veränderungen. Deshalb wird im Konzept vorgeschlagen, hier Tempo 30 zu erwirken. Bei der Sanierung ab 2023 könnten auch Gehwege angepasst werden.

Eine der kleineren Änderungen betrifft den Alten Weg im Ortsteil Helsa. Die Straße dürfen bisher nur Anlieger benutzen. Hier will die Gemeinde den Radverkehr explizit zulassen.

Gefährlich ist bisher die Situation für Rad- und Rollstuhlfahrer an der B 7 in Eschenstruth. Wer vom Ort zur Tramhaltestelle will, muss die steile Unterführung nutzen oder die Bundesstraße ohne Ampel überqueren. Wenn der Autobahntunnel eröffnet worden ist, wollen sich alle zuständigen Behörden vor Ort ein Bild machen. Ziel der Gemeinde wäre eine Mittelinsel auf der B 7.

GLH-Chef Rainer Dallmann betitelte das Konzept in der Sitzung als Mängelliste, ein Konzept sei mehr als das. Die Gemeinde hatte sich dabei am Radverkehrskonzept des Landkreises orientiert und sich vor Ort selbst ein Bild gemacht. Um für die Weiterentwicklung einen Experten ins Boot zu holen, soll zu einer der nächsten Sitzungen der Radbeauftragte des Landkreises eingeladen werden.

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