Die Müllabfuhr hat es nicht leicht

Enge Straßen im Landkreis machen den Fahrern zu schaffen

Oft Zentimeterarbeit: Die Mitarbeiter müssen nicht nur Mülltonnen herbeiholen, sondern haben auch oft mit engen Straßenverhältnissen zu kämpfen. Das Foto zeigt die Mitarbeiter Collin Hönig (links) und Daron Karabet. 
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Oft Zentimeterarbeit: Die Mitarbeiter müssen nicht nur Mülltonnen herbeiholen, sondern haben auch oft mit engen Straßenverhältnissen zu kämpfen. Das Foto zeigt die Mitarbeiter Collin Hönig (links) und Daron Karabet. 

Die Mitarbeiter der Müllabfuhren haben täglich mit vielen Hindernissen zu tun. Oft sind Straßen sehr eng und zudem wird wild geparkt.

Helsa/Kreis Kassel – Enge Straßen, falsch parkende Autos, überhängende Äste und nicht zurückgeschnittene Büsche – die Mitarbeiter der Müllabfuhren haben täglich mit vielen Hindernissen zu tun. „Das ist für uns Tagesgeschäft, mit diesen Sachen müssen wir immer wieder irgendwie umgehen“, sagt Uwe Pietsch, Leiter des Eigenbetriebs Abfallentsorgung des Landkreises Kassel. „Bestimmte Gegebenheiten können auch wirklich kritisch werden.“ Zum Beispiel, wenn in sowieso schon sehr engen Straßen auch noch wild geparkt werde und das Müllfahrzeug keine Chance habe, ohne Unfall zu den Tonnen zu gelangen.

Aufgekommen war das Thema jetzt, weil für die sehr enge Ringstraße in Helsa-Waldhof eine Lösung gefunden werden soll, die sowohl den Bewohnern, als auch den Fahrern der Müllautos und anderen Fahrzeugbesitzern helfen soll.

Denn einige Bewohner der kleinen Siedlung Waldhof parken seit Jahrzehnten an der Waldhöfer Ringstraße falsch – das heißt, entgegen der Fahrtrichtung. Bisher hat sich niemand daran gestört. Doch weil seit Kurzem immer wieder die Polizei dort Streife fährt, hagelt es Knöllchen. Die Enge der Straße zwinge die Waldhöfer teilweise dazu, so zu parken, sagen sie. In einer Bürgerversammlung am 5. Oktober soll auch mit der Gemeinde über Möglichkeiten gesprochen werden, wie man das Problem lösen könnte.

Im Zusammenhang mit dem Thema hörte man unter den Waldhöfern und auch bei der Gemeinde immer wieder von Müllfahrzeugen der nächsten Generation, die noch breiter gebaut würden und dann gar nicht mehr durch die Straße passen.

Doch Uwe Pietsch vom Landkreis Kassel klärt auf: „Nein, das stimmt nicht“, sagt er auf Anfrage. „Die Breite, die ein Fahrzeug haben darf, ist vorgeschrieben und darf in Deutschland 2,50 Meter nicht überschreiten.“

Die Müllfahrzeuge seien zwischen 2,20 und höchstens 2,50 Meter breit. „Aber auch damit haben wir in manchen Straßen schon Probleme“, sagt Pietsch. Kritische Ecken gebe es unter anderem in Helsa, Kaufungen und auch in Vellmar. „Wenn zu den Gegebenheiten dann noch parkende Autos und andere Widrigkeiten hinzukommen, ist das für die Fahrer eine echte Zumutung.“

Manchmal müssten sie sogar an Haustüren klingeln, damit die Bewohner ihre Autos wegfahren, sonst komme das Müllauto gar nicht durch. „Die Touren sind eng getaktet, das geht eigentlich nicht“, sagt Pietsch.

Die Abfallentsorgung des Landkreises Kassel ist für den kompletten Müll im Landkreis zuständig. Mit den eigenen Fahrzeugen holen die Mitarbeiter kreisweit den Pappmüll ab, im Norden dazu noch den Rest- und Biomüll. Im Südkreis holt die Firma Fehr mit Sitz in Lohfelden den Rest- und Biomüll ab. Die Abholung der Gelben Tonne wird von der Firma Prezero übernommen.(Theresa Novak)

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