1. Startseite
  2. Lokales
  3. Kreis Kassel
  4. Helsa

Freibad in Helsa kann erst verspätet öffnen

Erstellt:

Von: Moritz Gorny

Kommentare

Matthias Pengel vom Förderverein mit Eimer in der Hand kniehend vor Zaun
Zuversichtlich trotz Unwägbarkeiten: Matthias Pengel vom Förderverein glaubt, dass das Freibad Helsa dieses Jahr noch öffnen kann. Kröten sollten daran nichts mehr ändern. Ein Zaun hindert sie am Laichen im Becken. © Valerie Schaub

Das Freibad in Helsa sollte eigentlich ab Mai geöffnet sein. Jetzt muss die Eröffnung verschoben werden. Ab wann in Helsa geschwommen werden kann, ist noch unklar.

Helsa – Eigentlich sollten Schwimmer im Helsaer Freibad ab Mai ihre Bahnen ziehen können. Nach anfänglicher Hoffnung wird daraus nichts, sagt Bürgermeister Andreas Schönemann (SPD). Er sei zwar zuversichtlich, dass das Bad in diesem Jahr noch öffnen kann. Wann, stehe aber in den Sternen. Denn auch nach einer zweiten Ausschreibung ist keine Fachfirma zu finden, die die dringend notwendige, neue Beckenfolie installieren kann.

Segen und Fluch zugleich ist dabei das Fördergeld, das die Gemeinde Helsa für ihr Bad vom Land Hessen erhält. 134 000 Euro stehen bereit. „Wir sind als kleine Gemeinde davon abhängig und freuen uns sehr darüber“, sagt Schönemann.

Allerdings hängen an der Finanzspritze auch Auflagen – beispielsweise, dass ein Auftrag wie das Installieren der Beckenfolie öffentlich ausgeschrieben werden muss. So könne die Gemeinde Helsa nicht direkt an mögliche Baufirmen herantreten. „Und die Zeit drängt langsam, sonst könnten wir die Fördersumme verlieren“, sagt der Bürgermeister.

Freibad-Förderverein bezüglich diesjähriger Öffnung positiv gestimmt

Angesichts dieser Unwägbarkeiten hofft Schönemann auf ein Einlenken bei den Geldgebern. So versuche er, eine spätere Frist abzustecken. „Oder wir können erreichen, dass die Gemeinde selbst mit Firmen Kontakt aufnehmen kann.“ Er erhofft sich einen baldigen Erfolg. Denn die Baupreise steigen weiter und im schlimmsten Fall werde die Fördersumme überschritten. „Dann müsste das Parlament entscheiden, ob wir den Rest zahlen.“

Trotz der schwierigen Lage ist auch Matthias Pengel vom Freibad-Förderverein positiv gestimmt: „Ich bin guter Dinge, dass wir zumindest noch dieses Jahr öffnen können.“ Obwohl das Bad noch zu ist, wird Pengel hier nicht langweilig.

Wie berichtet, hatten Amphibien das Schwimmbecken als Laichgrund auserkoren. Schutzzäune mussten her. Seit geraumer Zeit kontrolliert Pengel nun, ob die Eimer an den Barrieren mit Kröten und Co. gefüllt sind. Rund 100 Tiere hat er nach eigenen Angaben so gerettet. „Mittlerweile ist die Laichsaison aber scheinbar vorbei“, sagt Pengel. Er hofft, dass stattdessen bald die Badesaison in Helsa eingeläutet werden kann. (Moritz Gorny)

Auch interessant

Kommentare