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Helsa ändert Kitasatzung – Betreuungszeiten nicht mehr monatlich wechselbar

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Von: Valerie Schaub

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Wie lange Eltern ihr Kind in die Kita geben, hängt von ihrer Lebenssituation ab. Bisher konnten sie in den Kindergärten in Helsa das Betreuungsangebot monatlich ändern. Nun soll das nur noch zwei Mal im Jahr zum August und Februar möglich sein.
Wie lange Eltern ihr Kind in die Kita geben, hängt von ihrer Lebenssituation ab. Bisher konnten sie in den Kindergärten in Helsa das Betreuungsangebot monatlich ändern. Nun soll das nur noch zwei Mal im Jahr zum August und Februar möglich sein. © Jens Büttner/DPA

Wie oft dürfen Eltern das Betreuungsangebot in der Kita wechseln? Diese Frage beschäftigte am Donnerstagabend das Helsaer Parlament. Nach langer Diskussion und Sitzungsunterbrechung gab es eine knappe Mehrheit dafür, dass Eltern nur noch zwei Mal im Jahr wechseln dürfen.

Helsa – In Helsa betreibt die Awo die Kindergärten. Bisher war es in allen drei Kitas möglich, monatlich das Betreuungsangebot zu wechseln. Aus den Leitungsebenen kam zuletzt aber der Wunsch, nur zwei Mal im Jahr – zum August und Februar – umsteigen zu können. Auch die Elternbeiräte hätten sich dazu positiv geäußert, heißt es im Beschlusstext. Für Härtefälle gibt es Ausnahmen.

Noch bevor die Diskussion losgehen konnte, bemängelte die CDU, dass Zahlen fehlten. Sie wollte wissen, wie viele Wechsel es in den letzten Jahren gegeben habe. Bekannt war nur, dass es 2019 insgesamt 32 gab.

„Wenn es nur drei oder vier Wechsler gibt, was für einen Handlungsbedarf haben wir dann?“, fragte Matthias Annacker (CDU). SPD-Chefin Joana Rudek erinnerte daran, dass der Wunsch aus der Kita-Leitung kam: „Durch ständige Wechsel kommt es dazu, dass Betreuer fehlen. Wir wollen mehr Struktur rein bringen.“ Zuvor hatten Rainer Dallmann (GLH) und CDU-Chef Florian Pohner gefordert, die Entscheidung auf die Septembersitzung zu verschieben, es bestehe noch Gesprächsbedarf. Der Antrag auf Verschiebung fand aber keine Mehrheit. Der Ausschuss hatte die Entscheidung für die Satzungsänderung zuvor empfohlen. Letztlich stimmten alle neun SPD-Politiker dafür, eine Gegenstimme kam von der CDU, es gab acht Enthaltungen.

Auch Fuldatal hatte zuletzt ihre Satzung geändert. Die Verwaltung sah einen Wechsel zwei Mal im Jahr vor, die Elternbeiräte wollten mindestens vier Mal pro Jahr wechseln können. Darauf einigte sich das Parlament. Bisher war es wie in Helsa monatlich möglich. Man wollte mehr Beständigkeit für Personal und Kinder, erklärt Fuldatals Fachbereichsleiter Michael Thöne auf Anfrage.

In Vellmar können Eltern jeden Monat neu entscheiden, in Lohfelden und Söhrewald jedes Quartal.

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