Anstecknadel war in Braunschweig

Spurensuche erfolgreich: Plakette zurück in Helsa beim Geschichtsverein

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Wieder in den Händen des Geschichtsvereins: Die gesuchte Anstecknadel ist endlich wieder an ihrem Ausgangsort angekommen. Ein Ehrenplatz in der Vitrine ist ihr damit sicher. 

Die Suchmeldung der HNA vom 27. August 2019 „Anstecknadel gibt Rätsel auf“ führte jetzt zu einem ungeahnten Erfolg für den Geschichtsverein Helsa.

Ausgangspunkt war das Auftauchen einer Plakette mit der Bezeichnung „Badeinweihung im Olympiajahr 1936“ – eine umstrittene Olympiade, da sie von Adolf Hitler und der NSDAP als Werbemittel für Deutschland instrumentalisiert wurde. Die Plakette ist für den Geschichtsverein Helsa dennoch von Bedeutung. Ein Mitglied des Vereins hatte die Plakette im Internet entdeckt. Als man danach suchte, war sie aber verschwunden.

Gerd Vogelsang, Vorsitzender des Vereins, begab sich sofort auf Spurensuche. „Unsere Bemühungen, die historische Plakette zu finden und etwas über die Geschichte zu erfahren, führten leider alle in eine Sackgasse“, gestand er damals. 

„Deshalb haben wir uns an die HNA gewandt“ –mit Erfolg, denn ein aufmerksamer Leser des Artikels aus Hann. Münden (Landkreis Göttingen) meldete sich daraufhin: „Wir waren total überrascht, als wir von dem Leser erfuhren, wo die Plakette angeboten wurde“, erzählte Vogelsang. Angeboten wurde das Fundstück von der Firma Agon Sports World in Kassel. Der Verlag vertreibt für Sammler alles, was es im Sportbereich gibt.

Plakette wurde bereits verkauft

Bei einem Telefonat stellte sich aber heraus, dass die Plakette bereits verkauft wurde. Der Spur folgend besuchte Vogelsang die Firma und nach Rücksprache mit dem Käufer bekam er die Kontaktdaten. „Wir haben bei dem Käufer höflich angefragt, ob die Möglichkeit besteht, die Plakette zurückzukaufen, da sie für uns eine große historische Bedeutung hat.“

Maik Dohlenburg aus Braunschweig sammelt alles rund um die Olympischen Spiele und hatte die gesuchte Plakette über das Internet erworben. „Nachdem wir mit ihm gesprochen haben und ihm die Bedeutung des kleinen Abzeichens für uns deutlich machen konnten, war es ihm eine Freude, uns helfen zu können“, berichtet Vogelsang. Dann ging alles ganz schnell: 50 Euro wechselten den Besitzer und die 50 mal 30 Millimeter große Plakette aus Presspappe mit der inzwischen verrosteten Anstecknadel landete per Post in Helsa.

Wie die Firma Agon an die Plakette gekommen ist, lässt sich nicht zurückverfolgen, aber das dürfte dem Geschichtsverein nicht mehr so wichtig zu sein – die Anstecknadel ist da, wo sie hingehört und bekommt jetzt einen Ehrenplatz in der Ausstellungsvitrine.

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