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Helsa verhandelt über neuen Tegut-Markt

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Von: Valerie Schaub

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Steht seit April 2020 leer: Der alte Lebensmittelmarkt in Eschenstruth am Ortsrand. Bisher haben die Bemühungen der Gemeinde nicht zum Kauf geführt.
Steht seit April 2020 leer: Der alte Lebensmittelmarkt in Eschenstruth am Ortsrand. Bisher haben die Bemühungen der Gemeinde nicht zum Kauf geführt. © Lutz Herzog

Helsa ringt um eine Einkaufsmöglichkeit in Eschenstruth. Jetzt ist der Ankauf des leerstehenden Edeka-Marktes geplatzt. Doch möglicherweise gibt es bald einen besonderen Tegut-Markt.

Helsa – Der Ankauf des seit 2020 leerstehenden Edeka-Marktes findet nun doch nicht mehr statt. Die Gemeinde hat ihr Kaufgesuch bei der Erbengemeinschaft zurückgezogen, teilt Bürgermeister Andreas Schönemann (SPD) mit. Es gäbe allerdings eine andere Lösung. Offenbar hat das Unternehmen Tegut Interesse, seine in Südhessen erfolgreichen Supermarktcontainer „Teo“ auf Selbstbedienungsbasis in Nordhessen zu etablieren.

Zurück zur Ausgangsituation in Helsa: Der Laden am Welleröder Weg steht seit dem Tod des Besitzers im April 2020 leer. Schon der damalige Bürgermeister Tilo Küthe (SPD) hatte sich zusammen mit Bürgern bemüht, einen Kauf anzustreben. Die zunächst unklaren Erbverhältnisse erschwerten das. Nach mehreren Bemühungen und einem Wertgutachten, das die Erbengemeinschaft in Auftrag gegeben hatte, hat das Parlament im Mai 2021 beschlossen, den Markt zu kaufen. Für den Betrieb des Ladens hatte das inklusive Unternehmen Stellenwert aus Eschwege Interesse signalisiert. Selbst nachdem eine Förderung geplatzt war und sich die Preise für die Ausstattung verdreifacht hatten, hielt das Parlament weiter an den Plänen fest. Aber obwohl der Kaufvertrag laut Bürgermeister schon seit September 2021 stand, sei es nicht zum angedachten Verkauf gekommen.

Der anvisierte Notartermin sei geplatzt, die zahlreichen Anläufe der Gemeinde liefen ins Leere. Deshalb hat der Gemeindevorstand beschlossen, einen Schlussstrich zu ziehen. „Ich hätte den Markt nach wie vor gern gekauft, aber es findet keine Kommunikation statt“, sagt Schönemann. Streit oder Ähnliches gebe es nicht zwischen der Gemeinde und den Erben, betont er.

Die Anwälte der Erben haben sich auf Anfrage auch gegenüber unserer Zeitung bisher nicht geäußert. Inzwischen hat sich für Helsa laut Bürgermeister ein Plan B aufgetan. Es gebe vielversprechende Gespräche mit dem Landkreis und der Supermarktkette Tegut, in Nordhessen das Marktmodell „Teo“ anzusiedeln. Dabei handelt es sich um ein Mini-Markt ohne Verkaufspersonal, den Tegut als Fertigbau in südhessischen Gemeinden bereits betreibt.

Konkretes oder eine Zusage gibt es bisher noch nicht, sagt der Bürgermeister. Aber die Gemeinde hat schon eigene Grundstücke oder sogar Gebäude im Auge, wo ein kleiner Selbstbedienungsmarkt nach dem Tegut-Modell möglich wäre. Tegut selbst hält sich noch bedeckt. Die Pressestelle verrät auf Anfrage nur, dass man in vielen Regionen derzeit Möglichkeiten und Standorte prüfe.

Der Plan B könnte auch in Wickenrode für eine Einkaufsmöglichkeit sorgen. Andere Möglichkeiten für den alten Edeka-Markt in Eschenstruth oder für einen Neubau sieht der Bürgermeister nicht. Auch Gespräche mit anderen Supermarktketten hätten zu nichts geführt.

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