Schwere Unwetter trafen Partnergemeinde

Helsaer halfen nach Unwetter-Katastrophe in Frankreich 

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Aus der französischen Presse: Man liest „Helsa, Partnerstadt von Trèbes in Deutschland, ist immer wieder hilfsbereit“. 

Schwere Unwetter mit starken Regenfällen fegten vor Kurzem über Helsas Partnergemeinde Trèbes in Frankreich hinweg. Innerhalb weniger Stunden fiel mehr Regen als in drei Monaten.

Das dadurch entstandene Hochwasser erreichte mit einer Höhe von sieben Metern den seit dem Jahr 1891 höchsten gemessenen Stand. Mehrere Menschen starben.

Grund genug, für Helsas Bürgermeister Tilo Küthe, den stellvertretenden Gemeindebrandinspektor Andreas Schönemann und Klaus-Dieter Noll (Leiter des örtlichen Bauhofs) zu Hilfe zu eilen – und zwar direkt an den Ort des Geschehens. 

Die drei Männer starteten ein paar Tage nach dem Unwetter mit einem vollgepackten Gerätewagen der Helsaer Feuerwehr in Richtung Frankreich. Für die 1350 Kilometer brauchten sie 17 Stunden Fahrzeit und kamen an einem Samstagabend um 22 Uhr in Trèbes an.

Was sie dort erwartete, „war ein schockierendes Erlebnis“, sagt Helsas Bürgermeister Tilo Küthe. „Zwei Schulen waren komplett zerstört, das Schwimmbad ebenfalls.“ Die untere Etage des Rathauses sei auch stark in Mitleidenschaft gezogen worden. „Insgesamt verursachten die Unwetter enorme Schäden an der örtlichen Infrastruktur, öffentlichem und privatem Eigentum. Viele Menschen verloren ihr Hab und Gut.“

Große Zerstörung: Bei den schweren Unwettern in Trèbes kamen auch mehrere Menschen zu Tode. 

Als die Helsaer in Trèbes ankamen, wurden sie von einem dankbaren Bürgermeister begrüßt und bezogen ihr Quartier bei einer Familie vor Ort. „Am nächsten Morgen haben wir dann das Material ausgeladen und verteilt“, sagt Küthe.

Mitgebracht hatten die Helsaer Decken, Kissen, Matratzen, Kühlschränke, Handtücher, Besteck, außerdem Schippen, Äxte und 200 Besen zum Aufräumen des Chaos. Viele der Hilfsmittel stellte der Landkreis Kassel aus den Vorräten zur Erstausrüstung für Flüchtlinge zur Verfügung.

Am Nachmittag ging es für die Helsaer dann auch schon wieder auf Heimreise – also noch einmal 17 Stunden zurück. „Das war sehr anstrengend“, sagt Küthe. „Aber für uns war es absolut selbstverständlich, dass wir unserer Partnergemeinde helfen und auch selbst vor Ort sein wollen. Das muss man in solch einem Fall einfach tun.“

Die Gemeinde Helsa bittet die Bürger, für Trèbes zu spenden. Die gesammelten Spenden werden nach Frankreich überwiesen und dort zum Aufbau von öffentlichen Projekten verwendet. 

Konto: Gemeinde Helsa, Kasseler Sparkasse, IBAN: DE03520503530213001508, BIC: HELADEF1KAS, Verwendungszweck: Hilfe Trèbes

Der Spendenzeitrum endet am 31. Dezember

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