Erst Flickwerk, dann Rundumschlag

Hessen Mobil bessert B7 bei Helsa aus – Im Sommer wird saniert

Flickt ein Schlagloch mit Kaltasphalt: Straßenwärter Reinhard Angersbach von der Straßenmeisterei Melsungen Hessen arbeitet auf der Bundesstraße 7 bei Helsa.
+
Flickt ein Schlagloch mit Kaltasphalt: Straßenwärter Reinhard Angersbach von der Straßenmeisterei Melsungen Hessen arbeitet auf der Bundesstraße 7 bei Helsa.

Für ihre Arbeit dürften Reinhard Angersbach und seinen drei Kollegen viele Pendler dankbar sein. Die Straßenwärter von der Straßenmeisterei Melsungen haben Schlaglöcher auf der B 7 bei Helsa ausgebessert.

Helsa – Die stark befahrene Straße hatte sich in eine Kraterlandschaft verwandelt. Nun flickt Hessen Mobil mit Kaltasphalt, sodass der Verkehr wieder rollen kann. Zuerst säubert eine Kehrmaschine die Straße, dann kommt Straßenwärter Angersbach zum Einsatz. Er trägt einen Eimer mit dem dunklen, körnigen Stoff, kippt ihn in eines der Schlaglöcher und klopft das Ganze mit einer Schaufel fest.

„Das ist allerdings wie ein Pflaster auf einer Wunde. Nach drei Mal Duschen ist es weg“, sagt Farina Kurnatowski vom Dezernat Betrieb Nordhessen bei Hessen Mobil. Oder: Fahren einige Autos darüber, löst es sich wieder. Deswegen soll die geflickte Deckschicht des rund 600 Meter langen Abschnitts bis Ende kommender Woche abgefräst werden.

Dafür müssen rund fünf Zentimeter der oberen Straßenschicht weichen, sagt Klaus-Bernd Eilhauer, Leiter der Straßenmeisterei Melsungen. Damit seine Mitarbeiter Platz haben, wird am Freitag eine Ampelanlage aufgestellt. Sie ordnet den Verkehr in Richtung Kassel, Eschwege und auch aus Richtung Helsa. „Alles läuft dann einspurig über die Mitte“, sagt Kurnatowski. Wegen einer kurzen Ampelphase aus Richtung Helsa rät sie Autofahrern, nicht die B7 zu nutzen, sondern die Landesstraßen.

Ist die Deckschicht weg, herrsche weiterhin Tempo 50. „Wir planen, die Straße im Kreuzungsbereich im Sommer zu erneuern“, sagt Tanja Marpe vom Dezernat Verkehr bei Hessen Mobil.

Eine Kehrmaschine säubert die Straße, bevor der Kaltasphalt in die Schlaglöcher gefüllt werden kann.

Doch warum wird die Straße nicht gleich neu gemacht? Farina Kurnatowski erklärt das so: Die niedrigen Temperaturen ließen das Asphaltieren nicht zu, obendrein bekomme man derzeit keinen Asphalt, da die Mischwerke Winterpause machten. Man schaffe eine Übergangslösung.

Grund für die Schäden an der B7 waren die kürzlichen Temperaturschwankungen von bis zu 30 Grad. Laut Kurnatowski war Wasser in den Asphalt eingedrungen, gefroren und hatte sich ausgedehnt. „Dadurch ist die Straße aufgeplatzt.“ Das war am Freitag aufgefallen, nachdem sich Autofahrer bei Hessen Mobil beschwert hatten. Kurzfristig hatte man Tempo-50-Schilder aufgestellt.

Helsas Bürgermeister Andreas Schönemann (SPD) gibt sich zufrieden, dass nun gehandelt wird. Autofahren sei hier gefährlich gewesen. (Moritz Gorny)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.