Flut verkleinert Gärten

Mauern am Wedemann-Bach in Helsa-Wickenrode sollen 2021 befestigt werden

Der Garten ist kleiner geworden: Gisela Borchhardt (links) und Annemarie Mohr stehen in ihrem Garten in Helsa-Wickenrode.
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Der Garten ist kleiner geworden: Gisela Borchhardt (links) und Annemarie Mohr stehen in ihrem Garten in Helsa-Wickenrode.

Der Wedemann-Bach in Wickenrode hat der Gemeinde Helsa schon viel Nerven und Geld gekostet. Regelmäßig bei Hochwasser richtet er Schäden im Flussbett an – aber damit soll jetzt Schluss sein.

Helsa - Kurz hinter der Brücke über die Leipziger Straße in Helsa fließt der Bach an der engsten Stelle. „Bei Hochwasser schießt das Wasser hier durch, schwemmt die Mauern an den Grundstücken weg und richtet große Schäden an“, berichtet Bürgermeister Tilo Küthe (SPD) bei einem Ortstermin. Vor dem Hochwasser im vergangenen Frühjahr hatte man zur Vorsorge Holzbalken platziert, um die Mauern zu stützen. „Das hat nicht viel geholfen“, sagt Küthe. „Die Balken wurden entfernt und wir haben die Wände mit Beton ausgefüllt“. Aber auch das soll keine Dauerlösung sein.

Die Gemeinde will das Problem jetzt erneut angehen und hat ein Ingenieurbüro mit der Planung beauftragt, wie das Stück zwischen zwei Mauerbefestigungen dem nächsten Hochwasser standhalten soll. 25 000 Euro sind dafür im Haushalt eingeplant. „Natürlich suchen wir nach der preisgünstigsten Lösung, aber sie muss auch dauerhaft sein“, betont der Bürgermeister.

Ganz rechts erkennt man die ursprüngliche Mauer des Wedemann-Bachs in Wickenrode . Daneben die mit Beton ausgefüllten Steine der Mauer, die bei dem letzten Hochwasser stark beschädigt wurde.

Er geht davon aus, dass der Betrag sechsstellig sein wird, den die Gemeinde für die Sanierung aufbringen muss. Durch den Ausfall von Steuereinnahmen, bedingt durch die Coronapandemie, bezeichnet Küthe die Finanzierung als „sehr schwierig, aber notwendig“.

Auch Gisela Borchhardt und Annemarie Mohr wären für eine nachhaltige Lösung dankbar. „Unsere ohnehin schon kleinen Gärten sind im Laufe der Jahre noch kleiner geworden“, sagt Borchhardt, deren Garten direkt an der einigen Meter hohen Mauer endet. Und Mohr beklagt: „Bei mir ist bei Hochwasser im Keller Land unter“.

Da die Mauerhöhe einige Meter beträgt und das Bachbett an dieser Stelle sehr schmal ist, könnten die Arbeiten schwierig werden. „Da muss man sich etwas einfallen lassen“, sagte Küthe. (Lutz Herzog)

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