Bauarbeiten haben wieder begonnen

Nach Verzögerungen und Streit: In zwei Wochen soll Waldhof Glasfaser haben

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Bis in zwei Wochen soll die einzige Straße in Waldhof wieder asphaltiert sein. Auch die Haushalte haben laut Götel dann einen Glasfaseranschluss.

Der Glasfaserausbau in Waldhof rückt dem Ziel näher. Nachdem es zuletzt Vorwürfe wegen ausstehender Zahlungen auf der einen und schlechte Arbeit auf der anderen Seite gab, sind in den vergangenen Tagen die Arbeiten wieder aufgenommen worden. Allerdings von anderen Arbeitern.

Wie Götel-Vertriebsleiter Markus Schaumburg bestätigt, sollen in zwei Wochen alle baulichen Arbeiten erledigt sein. Das heißt: Glasfaseranschlüsse seien dann in alle Häuser gelegt und auch die offenen Straßen seien dann wieder hergestellt.

„In einigen Haushalten sind die Glasfasern eingeblasen“, bestätigt Holger van Geldern, der als Bauleiter der Deutsche Netz Unternehmensgruppe täglich vor Ort ist. Schneeregen und kältere Temperaturen hätten das Einblasen der Glasfaser zuletzt verzögert, erklärt van Geldern. 

Zum Einblasen benötige man sechs bis acht Grad. Mittlerweile seien wieder Arbeiter des Generalunternehmens eingesetzt. Das Einblasen der Glasfasern übernimmt eine Spezialfirma. Dem vorherigen Subunternehmer habe man zwei Mal eine Frist gegeben, um entstandene Mängel zu beseitigen. Die habe er laut van Geldern verstreichen lassen.

Wie zuletzt berichtet, klagte der Subunternehmer Mustafa Korkmaz gegenüber der HNA über ausstehende Rechnungen und darüber, dass deshalb seine Mitarbeiter die Arbeit niedergelegt hätten. Davor hätten sie allerdings viele Mängel bereits repariert, erklärt er auf Nachfrage. Die ausstehenden Zahlungen habe er noch nicht erhalten.

Ronald Rodriguez von der Deutsche Netz Unternehmensgruppe wartet weiterhin auf die fehlenden Papiere, die nachweisen, ob der Subunternehmer Steuern und Sozialabgaben abführt und Mindestlohn bezahlt. Die Erwartungen an den Subunternehmer seien in vielerlei Hinsicht nicht erfüllt worden, zum Beispiel habe er auch keinerlei Gerätschaften mitgebracht, wovon man normalerweise bei einer Tiefbaufirma ausgehen könne. Götel vermittle in dem Fall zwischen den Parteien, bestätigt Schaumburg. Der Zwist wirke sich nicht weiter auf den Ausbau in Waldhof aus.

Nach den zwei Wochen Restarbeiten beginne in Waldhof „der kaufmännische Prozess“, sagt Schaumburg. Die Kunden bekämen Post, sobald ihr Anschluss verfügbar ist. Tag für Tag würden dann Kunden zugeschaltet werden, das passiere nicht alphabetisch, so Schaumburg.

Die Siedlergemeinschaft hatte indes Sorge um ihre Chancen bei einem Bundeswettbewerb, wenn die Gehwege und Straßen nicht bald wieder in Ordnung seien. Waldhof hatte sich im Oktober hessenweit für den Wettbewerb des Verbandes Wohneigentum qualifiziert. Dieser steht unter dem Motto „Lebendige Nachbarschaft – Gelebte Nachhaltigkeit“. 

Für die Bewertung werde im Mai eine Jury sämtliche Eigenheime begutachten, teilte die Siedlergemeinschaft mit. „Das Thema Zustand der Straße ist für uns sehr wichtig“, so die Vorsitzende Kati Werner. „Wir hoffen, dass sie bis dahin wieder in Ordnung sind, damit sich das Bild nicht negativ auf die Bewertung auswirkt.“

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