Vor kurzem gab es keinen Strom mehr

Schwimmbadkosten in Helsa explodieren: Förderverein gerät erneut unter Druck

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Schon wieder neue Probleme: Der Stromkasten im Helsaer Schwimmbad ist fast 40 Jahre alt, die Anlage muss ausgetauscht werden. Das wird teuer, vermutet Fördervereinsmitglied Dieter Rabe.

Der Förderverein des Helsaer Schwimmbads kommt nicht zur Ruhe: Die Stromanlage ist defekt und auch die Beckenfolie muss erneuert werden. 

Musste vor Kurzem erst für viel Geld ein Teil der Beckenfolie und die Chlorgasanlage erneuert werden, ist jetzt die Elektronik dran. „Wir hatten wegen eines Fehlers im System neulich im kompletten Bad keinen Strom mehr“, sagt Matthias Penger, Vorsitzender des Vereins.

Ausgegangen war das Problem wohl von einem Gerät im Kioskbereich. In der Folge seien dann weitere Geräte kaputtgegangen, wie die Kaffeemaschine, Kassen, Duschen und die Beleuchtung. „Das darf eigentlich nicht passieren, aber die Stromanlage im Bad ist fast 40 Jahre alt“, sagt Dieter Rabe, der ebenfalls zum Förderverein gehört. „Ausgetauscht werden müssen hätte sie irgendwann sowieso.“ Aber der Zeitpunkt sei gerade sehr ungünstig.

Fachfirma hat das Nötigste erledigt

Damit das Bad geöffnet bleiben kann, hat eine Fachfirma schnell das Nötigste erledigt. „Wir können den Betrieb zwar jetzt aufrecht erhalten, aber die aufwendigeren Arbeiten müssen jetzt auch gemacht werden“, erklärt Rabe. 

Wie viel das den Verein kosten wird, ist noch nicht absehbar. Nur allein die Fehlersuche und die vorläufigen Arbeiten, die für den Weiterbetrieb notwendig waren, hätten 3000 Euro verschlungen.

Komplette Beckenfolie muss erneuert werden

Und der Verein steuert auf ein noch viel größeres Problem zu: Die komplette Beckenfolie muss wohl in den nächsten Jahren erneuert werden. Diese habe sich verzogen, außerdem werde sie immer dünner, schildern die Ehrenamtlichen. Die Kosten sollen bei 260.000 Euro liegen – für den Förderverein nicht bezahlbar. 

Lesen Sie auch: Helsaer Schwimmbad braucht dringend Geld

„Das Bad müsste dann schließen, wir wissen nicht, wo wir das Geld hernehmen sollen“, sagt Peter Strohs, Fördervereinsmitglied und Vorsitzender der DLRG Ortsgruppe Helsa. An Gästen im Bad mangelt es laut Matthias Pengel indes nicht. „Wenn das Wetter gut ist, rennen uns die Leute die Bude ein und die Einnahmen sind richtig gut“, sagt Pengel. Damit das auch so bleibt, müssten aber immer wieder umfangreiche Reparaturen und Ausbesserungen im Schwimmbad erledigt werden – und dafür braucht es Geld.

Förderverein ist immer auf Spenden angewiesen

Der Förderverein Schwimmbad ist immer auf Spenden angewiesen, um den Betrieb aufrecht erhalten zu können. „Wir wollen unser Geld nicht horten, sondern für wichtige Reparaturen und Anschaffungen ausgeben. Da wir unsere Einnahmen wegen des Wetters aber nie planen können, müssen wir immer genügend Geld zurückhalten“, sagt Pengel.

Ins Schwimmbad nach Helsa kommen Gäste aus Helsa, Kaufungen, Witzenhausen und auch Kassel. schwimmbad-helsa.de

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