Granaten zum Kauf angeboten

SEK-Einsatz in Helsa: Polizei nimmt Mann fest, der im Netz mit Waffe posierte

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Zum Verwechseln ähnlich: Unser Bild zeigt eine Softairwaffe (oben), die einer echten Heckler & Koch MP5 (unten) zum Verwechseln ähnlich sieht.

Ein SEK-Einsatz in Helsa sorgt seit Tagen für Gesprächsstoff im Dorf. Die Polizei hat einen Mann festgenommen, der im Internet mit einer Waffe posierte und Granaten verkaufte.

Am Sonntagabend hatten Spezialeinsatzkräfte des Polizeipräsidiums Nordhessen einen 49-jährigen Mann wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Kriegswaffengesetz vorübergehend festgenommen. Der Mann befindet sich mittlerweile aber wieder auf freiem Fuß.

Offenbar war der Beschuldigte am Sonntagnachmittag stark alkoholisiert in einer Gaststätte in Helsa aufgetaucht und hatte dort anderen Gästen Handgranaten zum Kauf angeboten. Statt sich auf den Handel einzulassen, alarmierte einer der Gäste die Polizei. „Wir haben gegen 16 Uhr einen Anruf bekommen“, bestätigt Polizeisprecher Matthias Mänz auf HNA-Anfrage.

SEK-Einsatz in Helsa: Schusswaffen bei Durchsuchung gefunden

Gegen Abend wollen Zeugen sechs Polizeibusse beim Edeka-Markt und mehrere Krankenwagen am Sportplatz gesehen haben. Mänz bestätigte, dass Spezialkräfte vor Ort waren:  „Wenn scharfe Kriegswaffen im Raum stehen, kommen immer Spezialeinheiten zum Einsatz.“ Gegen 20 Uhr sei der Mann in der Nähe seiner Wohnung von den Beamten festgenommen worden. Bei einer anschließenden Durchsuchung habe sich der anfängliche Verdacht aber nicht bestätigt. „Bei den Granaten handelte es sich nur um Deko-Objekte“, sagt Mänz. 

Bei der Durchsuchung seien aber verschiedene erlaubnisfreie Schusswaffen gefunden worden, die nicht illegal sind. „Wir konnten aber keine Kriegswaffen feststellen.“ Neben den sogenannten erlaubnisfreien Waffen, die scharfen Schusswaffen zum Verwechseln ähnlich sehen, habe die Polizei auch diverse nicht erlaubte Waffen gefunden. Bei den sichergestellten Gegenständen soll es sich um „verbotene Messer und andere Waffen handeln“. Die Polizei ermittelt nun wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz.

Mann hatte vor SEK-Einsatz in Helsa mit Waffe im Internet posiert

Der 49-Jährige war bislang nicht polizeilich in Erscheinung getreten: „Es gibt da keinen kriminellen Hintergrund“, sagt Mänz. Im Dorf mehrten sich indes in den vergangenen Tagen die Gerüchte, dass der Mann gefährlich sei und neben Handgranaten auch eine Maschinenpistole der Firma Heckler & Koch besessen habe. Grund für diese Annahme war ein Foto in dem sozialen Netzwerk Facebook. Dort hatte der 49-Jährige mit einer Waffe posiert. 

Erst wenige Woche zuvor gab es einen SEK-Einsatz in Lohfelden. Ein 56-jähriger Mann hatte mit einer Schreckschusswaffe geschossen. Bei dem Polizeieinsatz wurde der Mann schwer verletzt.

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