Werkstatt mit speziellem Arbeitsfeld

Firma Rennfeder aus Helsa tunt Autos

Ein VW Käfer, in dem einige Pferdestärken stecken: Stefan Barchfeld, Chef der Firma Rennfeder in Helsa, hat einen Porsche-Motor in seinen Wagen eingebaut. Eisblauer VW Käfer von 1971.
+
Ein VW Käfer, in dem einige Pferdestärken stecken: Stefan Barchfeld, Chef der Firma Rennfeder in Helsa, hat einen Porsche-Motor in seinen Wagen eingebaut.

Wer zu Rennfeder in Helsa fährt, der könnte auf den ersten Blick meinen, es handele sich bei dem Betrieb um eine normale Autowerkstatt. Doch blickt man sich um, erkennt man schnell: Hier werden nicht nur Ölwechsel, Inspektionen und Reparaturarbeiten gemacht.

Helsa –Fahrzeuge, die man nicht jeden Tag sieht, sind auf Hebebühnen, stehen vor der Werkstatt und auf dem Hinterhof.Alle sichtbar liebevoll gepflegt.

„Wir arbeiten an manchen Projekten mehrere Wochen“, sagt Informatikkaufmann Timo Williges, einer von drei Mitarbeitern von Rennfeder. Wer sein Fahrzeug verändern, restaurieren oder zum Beispiel für die Rennstrecke fit machen wolle, der komme zu Rennfeder. Laut Firmenchef Stefan Barchfeld macht sich durchaus auch mal ein Autoliebhaber aus Holland oder der Schweiz auf den Weg nach Helsa.

„Man kennt sich in der Szene, erklärt Williges die Bekanntheit des Betriebs über die Landesgrenzen hinaus. Denn Stefan Barchfeld ist schon seit vielen Jahren „im Motorsport unterwegs“ und habe mehrere Fahrzeuge für diesen Zweck aufgebaut. „Wir sind sehr gut vernetzt“, sagt Williges.

Besondere Autos, die sich zurzeit in Barchfelds Werkstatt befinden, sind ein roter Audi RS3 und ein „britisch grüner“ Lotus Elise. Außerdem ist dort noch ein knallgrüner VW Käfer, der Barchfeld selbst gehört – der 52-Jährige hegt nämlich eine große Leidenschaft für Käfer und hat einen Porsche-Motor in sein eigenes eisblaues Modell von 1971 eingebaut.

Ein Lieblingsprojekt, an das sich Barchfeld gern erinnert, hat mit einem Wiesmann MF3 zu tun: „Der Besitzer kam zu mir und sagte, das Auto fahre nicht richtig, beziehungsweise unruhig und nicht richtig abgestimmt.“ Nachdem sich Barchfeld dem Problem angenommen hatte, lief alles wieder in der Spur. „Der Kunde war hochbegeistert, als er die Veränderung bemerkte und hier vom Hof fuhr.“

Lieblingsautos, an denen das Team von Rennfeder arbeitet, gibt es nicht. „Wir sind absolut offen für alle Marken, von Alfa bis Volvo“, sagt Barchfeld. „Man kann jedes Fahrzeug auf seinen Zweck und die Wünsche des Fahrers abstimmen und aus jedem Modell etwas rausholen.“

Barchfeld und sein Team arbeiten an Oldtimern und Youngtimern, genauso wie an Showfahrzeugen, bei denen die Besitzer vor allem Wert auf die Optik legen. „Unser Publikum ist sehr breit gefächert“, sagt Timo Williges. „Der Kunde sagt uns, was sein Auto können soll und wie wir es verändern sollen und dann machen wir uns an die Arbeit.“

Der Betrieb ist dabei nicht nur auf Autoteile von anderen Händlern angewiesen. „Wir können zum Beispiel auch einige Fahrwerkskomponenten selbst herstellen“, erklärt Williges. „Das sind dann Sonderanfertigungen.“ Rennfeder ist somit auch eine eingetragene Marke.

Perspektivisch soll der Betrieb noch wachsen, sowohl räumlich, als auch personell. „Wir haben so viel zu tun, dass die Kunden oft auch länger warten müssen“, sagt Williges. Die Auftragsbücher seien voll. Auch die Corona-Pandemie habe mit den derzeit verlängerten Wartezeiten zu tun: „Die Lieferzeiten von Autoteilen kann sich manchmal verzögern, außerdem ist die Warenverfügbarkeit zurzeit begrenzt.“ (Theresa Novak)

Kontakt: info@rennfeder.de oder per Tel.: 0 56 05 / 8 77 99 22

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.