Bisher wenig Buchungen von touristischen Übernachtungen im Landkreis

Hoteliers rechnen vorerst nicht mit Gäste-Ansturm

Die Hotels und Gasthäuser im Landkreis Kassel dürfen nach den Vorgaben des Stufenplans der hessischen Landesregierung seit Dienstag unter Auflagen auch wieder touristische Gäste beherbergen. Mit einem Ansturm von Übernachtungsanfragen rechnen die Hoteliers im Landkreis zunächst jedoch nicht.

Kreis Kassel - Nach der langen coronabedingten Zwangspause wird das touristische Übernachtungsgeschäft nach Ansicht von Hoteliers im Landkreis Kassel erst nach und nach wieder anlaufen. „Immerhin ist jetzt etwas Bewegung zu verspüren“, sagt Axel Brand, Inhaber des Waldhotels Schäferberg in Espenau. Einige Buchungen hätten das Haus bereits erreicht. Auch erste Veranstaltungen wie Geburtstagsfeiern, seien für den Sommer verkauft. Diese seien dann auch unter Einschränkungen möglich. „Man spürt auf jeden Fall deutlich, dass die Menschen wieder heraus wollen.“

Dies stimme ihn optimistisch, so Brand, auch wenn weiterhin Geduld nötig sei, bis das Geschäft mit den touristischen Übernachtungsgästen wieder richtig Fahrt aufnimmt. Im Waldhotel Schäferberg sei dafür alles vorbereitet, da das Hotel – wie die meisten anderen auch – während des Lockdowns nicht geschlossen hatte, sondern Geschäftsreisende beherbergte. Tagesaktuelle Testungen biete das Hotel für die Gäste vor Ort an.

„Wir hoffen, dass es besser wird, aber das braucht eben seine Zeit. Von einem Andrang kann noch keine Rede sein“, sagt Hiltrud Küfner vom Hotel Zur Post in Lohfelden, das ebenfalls während des Lockdowns für Geschäftsreisende offen war. Das Haus stünde für touristische Gäste sofort bereit, seit vergangener Woche gibt es statt der Lunchpakete wieder ein Frühstücksbüffet.

Küfner rechnet aber erst frühestens Ende Juni, Anfang Juli mit einer spürbaren Zahl an Buchungsanfragen. Das Hotel Zur Post setzt vor allem auf Übernachtungsgäste von großen Feiern an Wochenenden, die derzeit eben noch nicht stattfänden. Bislang seien noch keine Anfragen eingegangen, sagt Hiltrud Küfner.

Das Genohotel in Baunatal steht nach den Worten von Geschäftsführer Markus Maier für touristische Gäste wieder parat. Übernachtungen können über alle üblichen Portale gebucht werden. Das Genohotel sei für den Sommer bereits recht ordentlich gebucht. Darunter befänden sich auch ältere Buchungen, die wegen der unklaren Entwicklung der Pandemie seit der Osterzeit immer wieder nach hinten verschoben werden mussten.

Stefan Wambach, Inhaber des Restaurants und Landhotels Zum Niestetal ist mit der aktuellen Situation nicht zufrieden. „Gegenüber sonstiger Jahre fehlen uns an den Wochenenden 40 bis 50 Prozent der Gäste, vor allem Skandinavier, die sonst häufig auf ihrer Reise an der A7 rasten.“ Auch Wambach rechnet wie seine Kollegen erst mittelfristig mit einer besseren Situation für Hotels und Gasthäuser.

Ganz anders als aktuell werde sich die Situation im kommenden Herbst und Winter darstellen, ist sich Wambach sicher. „Da viele größere Feiern, die eigentlich im Frühjahr und Sommer stattfinden sollten, darunter auch Konfirmationen, auf Herbst und Winter verlegt worden sind, wird es sich in dieser Zeit ziemlich stark ballen.“

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