Bau mehrfach verzögert

A44: Erste Brückenhälfte ist fertig - Mehrfach hatte es bei Bauarbeiten Pannen gegeben

Die erste Hälfte ist komplett: Die A 44-Brücke führt über die Tramstrecke zur Wendeschleife am VW-Werk. Bald werden die Spuren in beiden Richtungen über das neue Bauwerk geleitet.
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Die erste Hälfte ist komplett: Die A 44-Brücke führt über die Tramstrecke zur Wendeschleife am VW-Werk. Bald werden die Spuren in beiden Richtungen über das neue Bauwerk geleitet.

Die erste Hälfte der neuen A44-Brücke beim VW Werk Kassel in Baunatal ist fertig - mehrfach hatte es bei den Bauarbeiten Verzögerungen wegen Pannen gegeben.

Kassel/Baunatal – Es war eine lange Geschichte mit gleich mehreren Pannen, ehe die Arbeiten für den Neubau einer Brücke der Autobahn 44 in Höhe des Baunataler VW-Werks überhaupt in Gang kamen. Jetzt soll der Aufbau der ersten Hälfte abgeschlossen werden. Ab Montag rollt der Verkehr in beiden Richtungen dann über das fertige Brückenteil auf der Südseite, teilt Hessen-Mobil-Sprecher Marco Lingemann mit.

Rückblick: Beim Abriss der Brücke über die Tramstrecke zur Wendeschleife am Baunataler VW-Werk Ende 2017 war ein schweres Betonteil gegen einen Stahlpfeiler der Notunterstützung gerutscht. Die Statik der Autobahnbrücke musste daraufhin erneut geprüft werden. Die A 44 wurde über mehrere Tage voll gesperrt. Der Umleitungsverkehr, darunter viele tonnenschwere Lkw, schlängelte sich durch Kassel und Baunatal – unter anderem über die Tulpenallee mitten durch das Weltkulturerbe Bergpark Wilhelmshöhe.

Erneut stoppten die Arbeiten an der Brücke ungewollt im Sommer 2018. Die mit dem Neubau beauftragte Baufirma verfügte offenbar nicht über das für die Bodenbeschaffenheit geeignete Bohrgerät. Nach Informationen der HNA verließen die Mitarbeiter daraufhin für Wochen die Baustelle. Bis heute werde zwischen Planungsbehörde und Firma über die Schuldfrage verhandelt, sagt Lingemann. Die Verantwortlichkeiten und damit verbundene Kosten seien nach wie vor nicht geklärt. Ursprünglich waren die Kosten von der Planungsbehörde mit 12,5 Millionen Euro angesetzt worden. Anfang 2019 nahm die Firma nach intensiven Gesprächen mit den Behörden die Bautätigkeit wieder auf. Mit dem passenden Bohrgerät wurden schließlich insgesamt 15 Pfahlgründungen mit einer Tiefe von 22 Metern vorgenommen.

In diesen Tagen startet der Rückbau der Fahrbahn und der Verkehrseinrichtungen auf dem nördlichen Brückenteil. In etwa vier Wochen, so der Hessen-Mobil-Sprecher, beginnen die Abbrucharbeiten für die alte Brückenhälfte. Ziel seit es, die Arbeiten bis Ende 2021, Anfang 2022 abzuschließen.

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