Nach eineinhalb Jahren freigegeben

Kasseler Straße in Lohfelden ist wieder für den Verkehr freigegeben

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Schon ordentlich Verkehr vor der Freigabe: Etliche Autofahrer testeten den letzten Bauabschnitt schon, als Bauarbeiter noch mit Restarbeiten beschäftigt waren.

Die Kasseler Straße in Lohfelden wurde saniert. Nach eineinhalb Jahren Baustelle wurde die Straße in Vollmarshausen zwischen Musikschule und Aral-Tankstelle für den Autoverkehr freigegeben.

Kein Wunder, dass es viele Autofahrer auf den „letzten Metern“ der Bauarbeiten nicht mehr abwarten konnten: Gestern Morgen fuhren schon etliche von ihnen durch den Abschnitt zwischen Netto-Markt und Tankstelle, bevor die Straße am Nachmittag auch offiziell wieder freigegeben wurde.

Etwas über drei Millionen Euro hat die Sanierung gekostet. Eingeschlossen sind dabei schon die Tiefbauarbeiten für neue Kanäle, Wasserleitungen und die Leerrohre für Glasfaserkabel, die den Vollmarshäusern hoffentlich bald schnelles Internet bescheren sollen. Nur ganze zwei Wochen sei man mit den Arbeiten im Verzug. „Das ist bei der langen Bauzeit doch ordentlich“, meinte Thomas Ackermann von der Gemeinde Lohfelden.

Er kontrollierte gestern Morgen mit Ingenieuren des Büros Hesse und Partner, mit Stefan Nebenführ vom Landkreis Kassel sowie Vertretern der bauausführenden Firma Bauer und der Straßenverkehrsbehörde Hessen Mobil Straßen, Gehwege und Nebenanlagen auf ihre Verkehrssicherheit. Die Experten fanden nur kleinere Mängel, die leicht nachzuarbeiten sind, beispielsweise Pflaster, das aus dem Bordstein ragt und noch nachgerüttelt werden muss.

Insgesamt war der Eindruck: Vollmarshausen hat rechtzeitig zum 1000-jährigen Dorfjubiläum ein Schmuckstück erhalten, mit einem großzügigen neuen Dorfplatz im Bereich der Volkshochschule und schönen historischen Straßenlaternen der Marke „Century“, für deren Lieferung Ackermann sogar bis nach Frankreich telefonieren musste. Die Laternenmasten verfügen über eine Steckdose, was praktisch für die Weihnachtsbeleuchtung ist.

Alles kam auf den Prüfstand: Georg Grodde (Mitte) vom Bau überwachenden Ingenieurbüro Hesse und Partner kontrollierte auch, ob die Regeneinläufe korrekt verbaut wurden. Mangelhafte Stellen auf der sanierten Straße wurden mit roter Sprühfarbe markiert. 

Wer auf den Bus wartet, muss nicht mehr im Regen stehen. Vier schöne Wartehäuschen bieten Schutz, der Einstieg ist nun viel leichter, da die neuen „Kassel-Bords“ einen barrierefreien Einstieg gewährleisten. Für Sehbehinderte gibt es ein taktiles Leitsystem. Und die Busfahrer haben künftig keine Mühe, sich in den Verkehr einzufädeln. Denn Autos müssen - anders als vor der Sanierung - hinter dem Bus warten, bis dieser seine Passagiere abgesetzt oder aufgenommen hat.

Die Kosten halten sich laut Ackermann etwa im veranschlagten Rahmen. Die Gemeinde trägt gut 1,5 Millionen Euro, der Kreis rechnet mit einer ähnlichen Summe. Er war unter anderem mit im Boot, weil das Bauwerk der Straße, das teilweise über den Wahlebach ragt, ebenfalls saniert werden musste. Viele Anlieger kommen finanziell mit einem blauen Auge davon. Sie werden lediglich für die Erneuerung maroder Kanal- und Wasseranschlüsse zur Kasse gebeten. Denn die Straßenbeiträge hatte die Gemeinde im November abgeschafft. Anlieger, die für ihr Grundstück noch nie Erschließungsbeiträge gezahlt haben, werden allerdings nicht verschont. 

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