Katsche will ins Rathaus

Bürgermeisterwahl Baunatal: Kandidat Manfred Werner tritt parteilos an

Manfred Werner.
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Tritt ebenfalls bei der Wahl am 7. November in Baunatal an: der parteilose Kandidat Manfred Werner. Hier informiert sich der 62-Jährige im Strandkorb auf seiner Terrasse auf dem Tablet.

Wenn Manfred Werner über seine langjährige Trainer- und Funktionärstätigkeit berichtet, dann weiß der Zuhörer bald: Es gibt wohl kaum einen beim Fußball und Handball in Baunatal, der Manfred Werner nicht kennt.

Baunatal – Unzählige Spieler und Mannschaften hat der ehemalige Vorsitzende und Abteilungsleiter des TSV Hertingshausen, den alle nur Katsche nennen, bislang angeleitet und vom Spielfeldrand aus begleitet. Doch jetzt betritt Manfred Werner Neuland. Als parteiloser Kandidat tritt der 62-jährige Hertingshäuser bei der Bürgermeisterwahl am 7. November an.

„Mir fehlt die Gradlinigkeit, die es braucht, um Dinge zu regeln“, sagt Werner beim Blick auf die aktuelle Kommunalpolitik. „Ich beschreibe mich als Macher-Typ“, sagt er demgegenüber und bemängelt einen schlechten Stil im Stadtparlament. „Das kann so nicht weitergehen“, betont Werner. Als wichtigsten Punkt nennt er: „Der städtische Haushalt muss in Ordnung kommen.“ Bei anstehenden Entscheidungen sieht er sich gegenüber den anderen Kandidaten im Vorteil, weil er nicht parteigebunden sei. „Ich bin nicht an Vorgaben gebunden.“

Außerdem will der Kandidat bei einer Wahl mehr Wert auf die Stadtteile legen. „Probleme in den Ortschaften werden zu spät erkannt“, sagt er. Er plädiere deshalb für die Rückkehr der Ortsvorsteher. „Die Bürger müssen schon eigenverantwortlich agieren“, sagt er. Manfred Werner zeigt sich im Wahlkampf eher unkonventionell. Plakate werde er vermutlich keine aufhängen, so der 62-Jährige. „Vielleicht einige wenige.“ Und: „Flyer gibt es gar keine.“ Aber zumindest einen Auftritt bei Facebook solle es demnächst über den Kandidaten geben.

Wichtiger sind dem Mann vom TSV Hertingshausen im Gespräch aber noch folgende Sätze: „Man muss die Bürger hören und auf die Bürger hören“, sagt er. „Zu sagen, ich bin bürgernah, das reicht nicht.“

Von Sven Kühling

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