IGS-Physiktrakt noch immer Rohbau

Arbeiten an Kaufunger Gesamtschule verzögern sich nach Brandstiftung

Bringen die Sanierung voran: Volker Deist, der sich für den Landkreis Kassel um Bauvorhaben kümmert und Christine Saure, Schulleiterin der IGS, in einem der Physikräume. Das Foto entstand zwei Monate nach dem Brand.
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Bringen die Sanierung voran: Volker Deist, der sich für den Landkreis Kassel um Bauvorhaben kümmert und Christine Saure, Schulleiterin der IGS, in einem der Physikräume. Das Foto entstand zwei Monate nach dem Brand.

Nach der scheren Brandstiftung an der  Integrierten Gesamtschule (IGS) Kaufungen  - Sanierung dauert länger als gehofft.

Kaufungen – Eigentlich sollte in den drei Physikräumen der Integrierten Gesamtschule (IGS) Kaufungen nach den Osterferien wieder Unterricht stattfinden. Eigentlich, denn nach der schweren Brandstiftung im Juni vergangenen Jahres kommen weitere Dinge nicht so, wie geplant. Statt voll ausgestattete, moderne Physikräume mit komplett bestückten Sammlungen zu haben, ist der Trakt derzeit noch im Rohbau, teilt Schulleiterin Christine Saure auf Anfrage mit. „Wir haben uns gewünscht, dass es schneller geht, aber offenbar haben wir den Umfang der Sanierung unterschätzt.“

Beim Brand, den ein junger Mann in einer Mülltonne vor der Schule gelegt hatte, waren drei Unterrichtsräume mit Sammlungsräumen und ihrem Inhalt, von Mobiliar bis hin zu Arbeitsgeräten wie Brennern, Projektoren und Modellen, verbrannt. Das Resultat: Mehrere hunderttausend Euro Schaden waren entstanden.

Die Räume wieder auf Vordermann zu bringen, dauert schlichtweg länger als angenommen, bestätigt auch Harald Kühlborn, Sprecher des Landkreises Kassel (Schulträger der IGS).

„Die Entkernung hat länger gedauert als gedacht und hat sich als sehr aufwendig erwiesen“, sagt der Sprecher. Ebenso habe der Landkreis keine Angebote für Fachplaner erhalten, wodurch sich die Ausschreibungen verzögert hätten. Hinzugekommen sei ein schwacher Rücklauf bei den ausgeschriebenen Angeboten. „Deshalb mussten wir mehrfach ausschreiben.“ Mittlerweile sind laut Kühlborn alle Ausschreibungen abgeschlossen, sodass die Aufträge derzeit vergeben werden. „Jetzt sieht es so aus, dass wir die Zeit bis zu den Sommerferien benötigen.“

Bis dahin ist aber noch einiges zu tun: „Wir sind immer noch damit beschäftigt zu prüfen, welche Materialien wir nachbestellen und ob wir sie überhaupt – angesichts der Coronakrise – bekommen“, sagt Saure.

89 Seiten voller Fotos mit verbrannten Gegenständen aus der Sammlung hätten sie und ihre Kollegen gesichtet. „Jetzt schauen wir, was wir davon noch brauchen.“

Erst wenn ganz klar ist, welche Materialien benötigt werden, könnte das entsprechende Mobiliar gekauft werden.

„Ich kaufe ja einen Kleiderschrank auch nicht ins Blaue rein, sondern prüfe vorher, was alles darin alles Platz haben muss.“

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