Abschnitt zwischen Kassel-Ost und Helsa

Kaufunger wollen sich wieder mehr gegen den Ausbau der A44 wehren

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Die Forderung vieler Kaufunger: Keine A 44 im Lossetal. Dieses Schild steht am Ortseingang Oberkaufungens an der Leipziger Straße. 

Wie ist der Stand der Dinge in Sachen Autobahn 44? Und lässt sich das Projekt noch verzögern? Darum ging es bei einem Workshop für Bürger in Kaufungen. 

Es war ruhig geworden um den A44-Abschnitt zwischen Kassel-Ost und Helsa – genau vor Kaufungens Toren. In diesem Jahr bekam das Thema neuen Aufwind: Hessen Mobil teilte mit, das Planfeststellungsverfahren verzögere sich um ein Jahr und finde voraussichtlich erst ab 2020 statt.

Nach einer Bürgerversammlung der Gemeinde und einer Info-Veranstaltung von Hessen Mobil gab es nun am Montag einen weiteren Abend im Kaufunger Bürgerhaus, an dem die A44 in den Mittelpunkt gerückt wurde. 65 Interessierte informierten sich beim Workshop A44 des Runden Tisches nicht nur über den Stand der Dinge. 

Sie sollten auch angeregt werden, sich gegen den Autobahnbau durch das Lossetal einzubringen – und andere Kaufunger mitzuziehen.

„Die A44 ist heute schlichtweg nicht mehr zeitgemäß“

Fünf Stationen standen dafür zur Verfügung, an denen es um folgende Aspekte ging: Naturschutz, Verzögerungstaktiken, alternative Trassenführungen sowie Einflüsse auf die Anwohner und Belastungen aus Luft und Lärm.

Darauf angesprochen, warum sie da sind, machten die Bürger ihrem Frust über den geplanten Bau Luft: „Die A44 ist heute schlichtweg nicht mehr zeitgemäß“, sagte Farina Regn aus Oberkaufungen. Während alle vom Naturschutz sprechen, könnten die Entscheider keine Autobahn in diesem Ausmaß gutheißen und bauen wollen. 

Rege Kritik an Mammutprojekt zum Ausbau der A44

Da müsse ein Umdenken stattfinden. Dem stimmte auch Ina König zu. Wolfgang Blenkle kritisierte das Mammutprojekt ebenfalls: „Wir müssten mehr auf die Schiene setzen, statt den Lkw-Verkehr so zu fördern“, unterstrich der Niederkaufunger. Sein Schlusssatz spricht sicherlich einigen aus der Seele: „Wir werden uns dagegen wehren.“

Und wie geht es jetzt weiter? Die Ergebnisse des Workshops werden vom Runden Tisch zusammengetragen. Konkrete Ideen waren zum Beispiel Unterschriftenaktionen, Proteste und Einwendungen im Planfeststellungsverfahren. Was davon nun umgesetzt wird, hängt am Engagement der Kaufunger.

Das Bauprojekt könnte viele negative Nebeneffekte haben. Beispielsweise könnte ein Tiefbrunnen beeinträchtigt werden.  

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