Erste Strommasten entstehen in Kaufungen – Arbeiten dauern bis 2022 an

Baustart für Wahle-Mecklar im Juli

Das Bild zeigt das Beton-Fundament eines Srommasten. Im Hintergrund ein Bagger
+
Solche Baustellen für Strommasten werden im Sommer entlang der geplanten Wahle-Mecklar-Trasse auch in Kaufungen, Lohfelden und Söhrewald zu sehen sein. Unser Archivbild vom Juli 2018 zeigt das Fundament des ersten Mastes der Wahle-Mecklar-Trasse im hessischen Bauabschnitt bei Ludwigsau im Kreis Hersfeld-Rotenburg.

Die Planungen für den Bau der neuen 380 Kilovolt-Hochspannungsleitung Wahle-Mecklar im Bereich Niestetal, Kaufungen und Lohfelden werden konkreter. „Der Bau beginnt Anfang Juli etwas nördlich der B 7 mit zwei Maststandorten westlich von Niederkaufungen“, sagt Tennet-Sprecher Marco Bräuer. Diese Stelle markiere in etwa den Anfang von Baulos 2.

Kreis Kassel - Die Bauarbeiten würden sich dann schrittweise nach Süden fortsetzen, sodass mit dem Baustart im Bereich Kaufungen-Papierfabrik ab Anfang August und im Bereich Vollmarshausen und Wellerode im September zu rechnen sei.

Bevor die eigentlichen Hochspannungsmasten aufgestellt würden, würden zunächst die Zuwege zu den einzelnen Maststandorten hergestellt – so auch nördlich der B 7. „Dafür sind zumeist nur einige wenige Tage notwendig“, sagt Bräuer. Anschließend, also etwa ab Mitte bis Ende Juli, begänne dann der Fundamentbau. „Der nimmt noch einmal etwa vier Wochen in Anspruch, bis der Beton ausgehärtet ist und die Mastmontage starten kann“, sagt Bräuer.

Die Stahlgittermasten würden direkt auf den Baustellen vormontiert und die einzelnen Segmente dann mithilfe eines Krans aufgestockt. „Das dauert im Idealfall nur einige Stunden“, sagt Bräuer. Die Seilzugarbeiten aber – also das Aufhängen und Spannen der Stromseile – könnten sich dann über einige Wochen hinziehen.

Grundsätzlich werde innerhalb eines Bauloses meist an mehreren Mastbaustellen parallel gearbeitet. „Die Richtung im Baulos 2 geht von Nord nach Süd bis zur Losgrenze im Bereich Guxhagen-Wollrode“, sagt Bräuer. Die Fundamentarbeiten im Bereich Vollmarshausen werden im Herbst stattfinden. Südlich von Lohfelden werde die Leitung dann über weite Strecken durch den Söhrewald geführt. Schon im Winter 2019/2020 war hierfür eine Schneise in den Wald geschlagen worden.

Erst 2022 würden dann die Arbeiten im Bereich des Bauloses 1 auf Niestetaler Grund beginnen. „Dort wird es voraussichtlich im Februar oder März losgehen“, sagt Bräuer. Das Baulos 1 ist das nördlichste Baulos im hessischen Abschnitt der 230 Kilometer langen Trasse, die vom Umspannwerk Wahle zwischen Peine und Braunschweig in Niedersachsen bis zum Umspannwerk Mecklar bei Ludwigsau (Hersfeld-Rotenburg) führt.

Das Baulos 1 bei Niestetal ist sechs Kilometer lang, beginnt direkt an der hessischen Landesgrenze und endet in Lohfelden. „In diesem Bereich werden 13 neue Masten mit einer Höhe zwischen 50 und 92 Meter gebaut“, sagt Bräuer. Auf dem neun Kilometer langen Abschnitt des Bauloses 2 von Lohfelden bis Wollrode werden 31 Masten errichtet. Der größte Mast hat eine Höhe von 91 Metern, der Niedrigste misst 53 Meter

Von Boris Naumann

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.