Begegnungsstätte Kaufungen bot Online-Seminar über Sicherheit im Netz und das digitale Erbe nach dem Tod

Digitaler Nachlass

Online-Seminar: Stefanie Kühn von der Begegnungsstätte Kaufungen hatte interessierte Teilnehmer zu dem Online-Seminar mit Kriminalhauptkommissarin Aniane Emde geladen.
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Online-Seminar: Stefanie Kühn von der Begegnungsstätte Kaufungen hatte interessierte Teilnehmer zu dem Online-Seminar mit Kriminalhauptkommissarin Aniane Emde geladen.

Was passiert mit unseren Daten im Internet nach unserem Tod und was können wir vorsorglich tun, um es den Hinterbliebenen im Todesfall einfacher zu machen?

Stefanie Kühn von der Begegnungsstätte Kaufungen hatte hierzu coronabedingt zu einem Online-Seminar eingeladen, in dem Kriminalhauptkommissarin Aniane Emde dieses Thema näher beleuchtete und sich den Fragen der Online-Teilnehmer stellte. Neben den Informationen zum digitalen Fußabdruck und Hinweisen zu einem Vorsorgekonzept gab Emde auch Hinweise zu Sicherheitseinstellungen am Computer, Laptop oder Smartphone und den bevorzugten Angriffsmethoden der Internet-Betrüger. „Am besten ist es, wenn Betrüger erst gar nicht an meine Daten wie Benutzerkontoname, Passwörter und Mailadresse gelangen“, sagte Emde. Denn haben sie erst mal den Namen eines Benutzerkontos und das Passwort, können sie die Mailadresse ändern und damit auch ihr jetziges Passwort per Mail zurücksetzen lassen.

Danach ist den Betrügern Tür und Tor geöffnet und sie können auf Kosten des Benutzers online einkaufen oder andere Transaktionen vornehmen. „Deshalb ist ein starkes Passwort mit Groß-Kleinschreibung, Zahlen und Sonderzeichen bis zu 15 Zeichen wichtiger denn je“, so Emde. Um sich das Passwort zu merken, sollte sich jeder seine persönliche „Brücke“ bauen, so zum Beispiel die ersten beiden Buchstaben eines leicht einprägsamen Satzes gemischt mit einem Datum, dass durch Punkt oder Strich getrennt ist. Den E-Mail-Account sollte man besonders gut schützen, weil hierüber die Passwörter zurückgesetzt werden können. Auch das sogenannte „Phishing“ ist eine beliebte Methode, um Benutzerkonten und Passwörter auszuspähen.

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Beim „Phishing“ kommen Mails von angeblich bekannten Seiten mit einem vertrauten Layout, wo als Bestätigung auf einen Link oder einen Button geklickt werden soll. Auch werden mittlerweile die QR-Codes angeboten, um eine Bestätigung zu geben. „Hier bitte niemals antworten, gegebenenfalls rufen Sie bei dem entsprechenden Institut an und fragen nach der Rechtmäßigkeit“, rät die Kriminalhauptkommissarin.

Wichtig sei außerdem die Betriebssystem- und Anti-Viren-Software immer auf dem aktuellen Stand zu halten und die Firewall zu aktivieren.

Die digitale Identität, bestehend aus Benutzerkonten und Passwörtern, sollte laut Emde in einer handschriftlichen Liste oder in einer Tabelle auf einem separaten USB-Stick notiert und einer vertrauten Person nach dem Tod zugänglich gemacht werden. Denn auch nach dem Tod können noch einige Rechnungen oder Vertragsangelegenheiten über den Mail-Account kommen. Darüber hinaus sollte der Eigner dieser vertrauten Person auch eine Vollmacht über die digitalen Konten über den Tod hinaus ausstellen. „Die vertraute Person muss in der Lage sein, das Kundenkonto zu löschen und die restlichen Geschäfte abzuwickeln“, so Emde. Nur so kann den Nachkommen viel Ärger und Aufwand erspart werden, denn ein digitales Benutzerkonto mit Passwort ist ähnlich wie ein Personalausweis oder Führerschein zu sehen.  znb

Weitere Infos unter: verbraucherzentrale.de - Digitaler Nachlass oder: digital-kompass.de/materialien/digitaler-nachlass

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