Standorte für Altenpflege

DRK muss in Kaufungen und Nieste nach neuen Bauplätzen suchen

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Der Bau eines neuen Altenpflegekomplexes in Kaufungen muss warten. Die Wiese an der Dr.-Horst-Schmidt-Straße eignet sich nicht als Bauplatz.

Das DRK muss neue Flächen suchen für die geplanten DRK-Altenpflegestandorte in Kaufungen und Nieste.

Wie berichtet, wollte der Träger ein Gebäude auf der Wiese an der Dr.-Horst-Schmidt-Straße errichten. Ebenso sollte eine weitere Einrichtung in Nieste an der Kaufunger Straße entstehen. Doch beide Pläne sind jetzt passé. Wie Edgar Paul auf Nachfrage mitteilt, mache das starke Gefälle auf der Kaufunger Wiese den Bau am Standort unmöglich. „Es gibt 16 Meter Höhenunterschied auf der Fläche“, sagt der Vorstandsvorsitzende des DRK soziale Dienste und Einrichtungen. Eine Machbarkeitsstudie ergeben, dass es schlichtweg zu teuer sei, die rund 3300 Quadratmeter große Fläche zu bebauen.

So müsse ein neuer Standort auf dem Areal des DRK in Kaufungen gefunden werden, um die 24 Wohneinheiten zwischen rund 50 und 70 Quadratmetern, 15 Tagespflegeplätze und 12 Plätze für ambulante Kurzzeitpflege unterzubringen. Laut Paul gebe es mehrere Möglichkeiten. So könne beispielsweise eine Etage auf den Anbau des Altenpflegezentrums gesetzt werden. 

„Ansonsten könnten wir auch Mietshäuser umbauen, die auf dem Gelände stehen oder andere Flächen suchen.“ Wie daraus ein passender Bauplatz wird, müsse noch abgestimmt werden, auch mit der Gemeinde Kaufungen. Mit der Verwaltung stehe Ende Januar ein Gespräch an. Im Jahr 2021 soll dann mit dem Bau begonnen werden können. „Wir haben uns einen großzügigen Zeitpuffer eingeplant. Das klappt noch“, sagt Paul. Auch in Nieste müssen sich die DRK-Mitarbeiter nun nach einem neuen Bauplatz umschauen.

Nachdem das Gebäude Kaufunger Straße 16 an einen Privatmann aus Kassel versteigert wurde, muss Paul seine Pläne ändern. Er habe das Haupthaus mit angrenzender Scheune auf dem 1164 Quadratmeter großem Grundstück abreißen wollen, um die Fläche als Parkplätze zu nutzen. Das Grundstück nebenan, derzeit ein Parkplatz, wollte er mit einem kleineren Altenpflegezentrum bebauen lassen. Neun bis zehn Zweierwohneinheiten hatte er, der auch der Niester Bürgermeister ist, geplant.

Doch die Standortsuche in Kaufungen habe erst einmal Priorität, deswegen seien die Niester Wohneinheit in den Hintergrund gerückt. „Wir müssen jetzt zuerst eine geeignete Stelle in Kaufungen finden. Für Nieste haben wir später eine Bringschuld und müssen liefern“, sagt Paul.

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