Mehr Plätze für Senioren

DRK plant neue Altenpflege-Standorte in Kaufungen und Nieste

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Soll erweitert werden: das Angebot des Altenpflegeheims in Kaufungen. 

Es gibt neue Pläne für Senioren in Kaufungen und Nieste: Das DRK-Altenpflegeheim soll je um einen weiteren Standort in den beiden Kommunen erweitert werden.

„Die Nachfrage nach weiteren Plätzen in der Altenpflege ist auf jeden Fall da“, sagt Edgar Paul, Vorstandsvorsitzender des DRK soziale Dienste und Einrichtungen, das Betreiber der Standorte wäre. Investor soll laut Paul die Kommunale Versorgungskasse sein.

„Die Hoffnung ist, dass wir den Menschen einen Umzug in eine andere Kommune oder Region ersparen können. Sie sollen weiter dort leben können, wo sie die vergangenen Jahre verbracht haben“, erläutert Paul. Ein Niester in Nieste, ein Kaufunger in Kaufungen – nach dem Motto: Alte Bäume soll man nicht verpflanzen.

Wie sich das umsetzen lassen könnte, wird derzeit in einer Machbarkeitsstudie geprüft. Ein Teil dieser Studie betrifft die Wiese in Kaufungen unterhalb der Altenpflege-Klinik, die an die Dr.-Horst-Schmidt-Straße und die Straße Unter der Klinik angrenzt (siehe Grafik). Auf der rund 3300 Quadratmeter großen Fläche könnten laut Paul zwei oder drei Gebäude mit mehreren Angeboten für Senioren entstehen. Nämlich 24 Wohneinheiten zwischen rund 50 und 70 Quadratmetern, 15 Tagespflegeplätze und zusätzlich 12 Plätze für ambulante Kurzzeitpflege. „Derzeit prüft ein Architekturbüro, wie man all das auf dem Grundstück mit Hanglage umsetzen kann“, sagt Edgar Paul. Teil der Prüfung sei auch die Höhe der Gebäude.

Obendrein stehe das Grundstück Kaufunger Straße 16 in Nieste – von Edgar Paul gern auch „Schrott-Immobilie“ genannt – im Fokus der Studie. Der Plan für das rund 1164 Quadratmeter große Areal: „Man könnte hervorragend einen Komplex mit 9 bis 10 Zweierwohneinheiten aufbauen“, erläutert der Niester Bürgermeister.

Schließlich sei von dort aus alles Wichtige schnell erreichbar: das Einkaufszentrum, ein Arzt, ein Bäcker, die Bank und viel Grün drumherum. Der Niester Standort wäre dann dem Kaufunger Teil untergeordnet und würde von dort aus personell versorgt werden.

Ob Paul seine Pläne auf dem Niester Areal verwirklichen kann, hängt allerdings noch davon ab, ob die Gemeinde bei der Zwangsversteigerung der Immobilie am 13. November Erfolg hat oder nicht. Und ob die Niester Gemeindevertreter das Projekt unterstützen. Erst einmal stehen die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie aus: „Die erwarten wir in den nächsten zwei Monaten.“ Übrigens hat das Architekturbüro recht freie Hand, wenn es um die Kosten der neuen Gebäude geht: „Beim Gesamtpreis haben wir keine Vorgaben gemacht. Wir wollen nur, dass die Miete pro Quadratmeter später 8,50 Euro nicht überschreitet“, sagt Paul. „Sonst ist die Rente schnell weg.“

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