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Entscheidung über die DRK-Wiese in Kaufungen steht an

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Von: Moritz Gorny

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Noch unbebaut: Geht es nach einigen Bauausschussmitgliedern, soll die DRK-Wiese aber künftig Platz für 8 bis 16 Wohnhäuser bieten.
Noch unbebaut: Geht es nach einigen Bauausschussmitgliedern, soll die DRK-Wiese aber künftig Platz für 8 bis 16 Wohnhäuser bieten. © moritz gorny

Das Tauziehen um die DRK-Wiese in Kaufungen geht in eine neue Runde - eine entscheidende für die Fläche, um die seit Jahren gestritten wird.

Kaufungen – So könnte in der Gemeindevertretersitzung am Donnerstag, 6. Oktober, der Bebauungsplan für das Areal mit 8 bis 16 Wohngebäuden beschlossen werden.

Der Grundstein wurde am Montagabend in der Sitzung des Bauausschusses von der Mehrzahl der Mitglieder gelegt. Dabei ging es um die Einwände, die in der letzten Offenlegungsphase vorgebracht worden waren. Laut Johannes Wurmthaler vom Kasseler Büro AKP, das sich um Bauplanverfahren kümmert, ist der Dokumentenstapel 530 Seiten dick. Keiner der Kritikpunkte sei seiner Meinung nach gewichtig genug, dass er eingearbeitet werden müsste.

Der Artenschutz war vorherrschend bei den Einwendungen. In mehreren Dokumenten sei darauf hingewiesen worden, dass geschützte Arten auf der Wiese gesichtet worden seien. Allerdings kollidierten die Baupläne nicht mit den Bestimmungen, sagte Wurmthaler. „Auf eine Sichtung geschützter Arten folgt kein Verbot.“

Auch die Breite der Straße „In der Rose“ kam zur Sprache: So habe der Eigenbetrieb Abfallwirtschaft des Landkreises darauf hingewiesen, dass die Straße teilweise weniger als drei Meter breit sei. Laut Wurmthaler stehe ohnehin im Bebauungsplan, dass die Straße breiter gemacht werde. Seine Empfehlung war, der Gemeindevertretung den Beschluss für den Bebauungsplan nahezulegen.

Dagegen sprach sich Martin Lange aus. In seiner Rolle als Vorsitzender des Nabu Kaufungen/Lohfelden bekam er Gelegenheit, das Vorhaben aus Naturschutzsicht zu bewerten. Das Gemeindevorstandsmitglied äußerte scharfe Kritik an den Bauplänen und mahnte an, dass auf der Fläche schon über Jahre Fakten geschaffen worden seien – beispielsweise mit dem „rustikalen Umsetzen“ von fünf Bäumen 2017. So ließe sich leichthin sagen, dass es sich bei der DRK-Wiese nicht um eine erhaltenswerte Fläche handelt. Sein Plädoyer zielte schließlich darauf ab, die bisherigen Entscheidungen rückgängig zu machen und die Fläche zu erhalten. Auch der Vorsitzende des Bauausschusses, Jochen Lody, verwies auf die Eingriffe auf der Wiese. Nach einem Blick zurück könne er dem Vorhaben nicht zustimmen.

Sechs der acht Ausschussmitglieder votierten dafür, dem Parlament den Beschluss des Bebauungsplanes nahezulegen. Die öffentliche Sitzung findet am Donnerstag im Bürgerhaus, Leipziger Straße 463, statt.

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