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Früher freie Fahrt auf Niester Straße in Kaufungen

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Von: Moritz Gorny

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Das Bild zeigt zwei Männer, die an einer Straßenabsperrung stehen.
Hier herrscht bald wieder freie Fahrt: Winfried Hagelstein (links) und Egon Bader stehen an der Baustelle auf der Niester Straße in Oberkaufungen. Sie hatten sich bei der Gemeinde beschwert. © Moritz Gorny

Der Entschluss der Gemeinde Kaufungen, die Niester Straße für eine Baustelle komplett zu sperren, hat im Ort für einige Kritik gesorgt. Jetzt soll sie früher geöffnet werden, als erwartet.

Kaufungen - Hauptgrund für den Frust ist die lange Umleitung über den Sensenstein und Gut Windhausen. Nachdem die HNA berichtet hat und Anwohner ihren Unmut bei der Gemeinde geäußert haben, lenkt diese nun ein. Statt bis Anfang September soll die Straße nun nur noch bis Mitte August voll gesperrt bleiben. Ab dem frühen Montagabend des 15. August, so heißt es von der Verwaltung, ist die Straße nur noch halbseitig abgesperrt.

Trotzdem üben Kaufunger Bürger Kritik an der Gemeindeverwaltung. Winfried Hagelstein, Egon Bader und Manfred Reuter freuen sich zunächst, dass die Vollsperrung schon mal kürzer dauert. Allerdings werfen die drei, die jeweils beruflich mit Verkehrsthemen zu tun hatten, der Gemeinde Versäumnisse in der Planung vor.

So sei die Niester Straße breiter als bislang von der Gemeinde kommuniziert. Statt 6 Meter hätte sie 6,5 Meter Breite und auch der benötigte Platz für die Bauarbeiten sei schmaler als angegeben. Das hätte von vornherein eine halbseitige Sperrung mit Ampellösung möglich gemacht – wie zuletzt beim Umbau der Haltestelle an der Leipziger Straße, sagen die Kaufunger. Stattdessen habe die Gemeinde die Straße für Autos abgeriegelt und für die Bürger und Anlieger große Umwege in Kauf genommen. Ihre Kritik hätten die Anlieger auch gegenüber der Gemeinde kundgetan.

Auf die Anfrage unserer Zeitung zu dem Thema antwortet die Gemeinde Kaufungen, allerdings nicht vollständig. Offen bleibt die Frage, ob bei der Niester Straße schlichtweg eine falsch bemessene Breite mit dazu geführt hat, dass die Ampellösung gar nicht erst in Betracht kam. Als weiteren Grund für die Vollsperrung hatte die Gemeinde Kaufungen hohe Kosten für eine Ampel genannt. Dass die Straße nun halbseitig geöffnet wird, liegt laut der schriftlichen Stellungnahme aus dem Kaufunger Rathaus an der guten und schnellen Arbeit der Bau- und Bauleitungsfirma.

Für die Anlieger der Niester Straße bleibt ein Geschmäckle. Winfried Hagelstein argumentiert, dass wohl eher die Proteste der Bürger zu dem neuerlichen Einlenken der Gemeinde geführt haben.

Buslinie 34

Die Buslinie 34 fährt ab Donnerstag, 18. August, wie gewohnt, teilen NVV und Gemeinde Kaufungen mit. Zwischen der halbseitigen Öffnung am Montag und besagtem Donnerstag müsse noch Asphalt aushärten, heißt es.

Von Moritz Gorny

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