Wassili Freimann und Mustafa Öndes fahren zur Meisterschaft

Genauigkeit und Tempo mit dem Stapler war in Kaufungen gefragt

+
Regionalmeisterschaft in Kaufungen: 118 Staplerfahrer traten an. 

Insgesamt 118 Staplerfahrer traten bei der Regionalmeisterschaft in Kaufungen gegeneinander an. Sie mussten gegen die Uhr konzentriert mit ihrem Stapler zu Werke gehen.

Uups, das ist gerade noch mal gut gegangen! Das zierliche Champagnerglas aus Plastik ist fast von der Gabel gerutscht und hätte dann die Pyramide, die Ralph Dieter Crämer mit den anderen Wettbewerbern aufbauen soll, fast zum Einsturz gebracht. Doch der Gabelstaplerfahrer der Firma Rudolph Logistik aus Borken behält die Nerven und richtet das Glas vorsichtig wieder auf. Crämer gehörte zu den Teilnehmern des Geschicklichkeitswettbewerbs im Gabelstaplerfahren, die am Wochenende auf dem Gelände der Firma Lindig in Kaufungen-Papierfabrik um eine Fahrkarte zu den Deutschen Meisterschaften im September in Aschaffenburg kämpften. Ein Event zwischen sportlicher Herausforderung und Volksfest mit jeder Menge Unterhaltung für große und kleine Schaulustige.

Die Prüfungen, die man an den einzelnen Stationen bestehen müsse, seien ganz anders als bei der täglichen Arbeit. „Dort bewegen wir schwere Lasten und es geht nicht so extrem um Schnelligkeit wie hier“, sagt Crämer. Doch eines sei gleich. „Man muss voll konzentriert sein. Und zwar in unserem Job acht Stunden lang.“ Zwar gehe es in seinem Berufsalltag nicht um Millimeterarbeit, dafür werde es aber sehr teuer, wenn man die eine der zumeist sehr wertvollen Frachten von der Gabel fallen lasse. Crämer macht seine Arbeit Spaß und am Staplerwettbewerb bei der Firma Lindig, die diese Arbeitsgeräte sowie Hubwerkzeuge vertreibt, hat er schon mehrfach teilgenommen. „Das ist mehr ein Freizeitvergnügen. Man trifft hier viele Kollegen“, sagt er. Auch Andreas Böhm aus Heringen liebt seinen Job. „Bei uns steht jeden Tag etwas anderes an. Das ist nicht so langweilig wie die Arbeit am Fließband“, meint er. Staplerfahrer seien vor allem in der Logistik gesucht.

Sie feuerten sich gegenseitig an: Ralph Dieter Crämer (von links) und sein Arbeitskollege Michael Brandenstein von der Firma Rudolph Logistik.

Neben dem Champagnergläser-Stapeln erforderte eine weitere Prüfung ein gutes Augenmaß und vor allem eine ruhige Hand am Joystik und dem Steuerrad des Staplers: Die Teilnehmer mussten mit einem auf der Gabel befestigten Miniatur-Gabelstapler daumengroße Fässer aufnehmen, transportieren und an einer vorbestimmten Position wieder absetzen. Kevin Pfaffenbach aus Ruhla schaffte das in kurzer Zeit, obwohl der Thüringer in seinem Job sonst nur große Kisten auf seiner Gabel balanciert.

In der Halle von Lindig konnten auch die Besucher ihre Geschicklichkeit testen. Mit der Fernsteuerung kurvten sie mit Fahrzeugen durch eine Stadtlandschaft. Auch mit Elektromobilen konnte man herumfahren.

Am Ende sicherte sich Maik Grünbaum (BMW Group) vor Wassili Freimann (Firma ELVIS) und Mustafa Öndes von der Rudolph Automotive Logistik GmbH den Sieg in der Einzelwertung. Bei der Teamwertung belegte Palletways Deutschland vor der Finoba-Automotive aus Baunatal und der Firma Heil- und Mineralquellen Germete den ersten Platz.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.