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Hauke Homeier ist der neue Macher im Kaufunger Regionalmuseum

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Von: Moritz Gorny

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Leitet jetzt das Regionalmuseum Alte Schule: Hauke Homeier möchte den Ort neu aufstellen sowie Geschichte greifbarer und erlebbarer machen. Symbolisch hält er dafür einen Dreschflegel in der Hand.
Leitet jetzt das Regionalmuseum Alte Schule: Hauke Homeier möchte den Ort neu aufstellen sowie Geschichte greifbarer und erlebbarer machen. Symbolisch hält er dafür einen Dreschflegel in der Hand. © moritz gorny

Nachdem Ulla Merle in den Ruhestand gegangen ist, übernimmt Homeier die Leitung in der Alten Schule in Kaufungen.

Kaufungen – Staubige Geschichte und Verschlossenes in Vitrinen sind nicht Hauke Homeiers Ding. Der 39-Jährige möchte Vergangenes erlebbar, greifbar und verständlich machen. Damit wird auch die Marschrichtung klar, die der neue hauptamtliche Leiter des Regionalmuseums Alte Schule in Oberkaufungen einschlägt.

Der Nachfolger von Ulla Merle, die fast 20 Jahre Leiterin war, betont, dass er das Museum in seiner jetzigen Form schätzt. Und damit auch die Arbeit Merles. „Der Standort und die Umgebung, das Gebäude und auch das Museum sind wirklich toll“, sagt der Niederkaufunger. Beim Blick aufs große Ganze sieht er viel Potenzial, aber eben auch einen gewissen Nachholbedarf. „So, wie das Museum jetzt ist, entspricht es nicht mehr den modernen Ansprüchen“, sagt der 39-Jährige, der zuvor unter anderem beim Deutschen Historischen Museum in Berlin und bei der Landesvereinigung Kulturelle Bildung Hessen tätig war.

Die meisten Themen für das Museum seien durch Kaufungens Geschichte bereits gesetzt, wie die Prägungen durch Bergbau, Stift und Landwirtschaft. Daran anknüpfend sieht Homeier seine Aufgaben nun darin, die Gegenstände vor Ort zu sichten und zu prüfen, was davon weiterhin gezeigt werden kann und was noch fehlt. Außerdem möchte er ein Konzept erstellen, wie sich all das möglichst barrierearm und interaktiv präsentieren lässt. „Die Frage ist: Was wollen wir wo erzählen, für wen und wie.“

Wichtig ist dem gebürtigen Niedersachsen, der 2015 an die Losse gezogen ist, auch die Verbindung zu lokalen Vereinen, Schulen und anderen Institutionen im Ort. „Wir wollen hier ein Begegnungszentrum schaffen“, sagt Homeier und spielt damit auf die gemeinsamen Pläne mit der Kaufunger Verwaltung an.

Denn wie berichtet soll das Museum nicht nur inhaltlich neu aufgestellt, sondern auch baulich saniert werden. Laut Bürgermeister Arnim Roß (SPD) ist eine Konzeption derzeit in Arbeit. „Die museale und die bauliche Entwicklung sollen Hand in Hand gehen.“ Wie sich das konkret ausgestaltet, werde sich in der näheren Zukunft zeigen. Schlussendlich solle der Blick zurück ein besseres Verständnis der Gegenwart ermöglichen, sagt Homeier. Themen wie Inflation und Flucht, aber auch Ressourcenknappheit und Mobilität hätten in der Geschichte eine Rolle gespielt und seien auch gerade wieder aktuell. „Es gibt einiges zu tun, aber ich freue mich drauf“, sagt der Leiter.

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