Nach fast zwei Jahren Planung

Jetzt wird endlich saniert: Arbeiten an Kaufunger Haferbachbrücke ab Juli

Ab Juli soll die Haferbachbrücke (Hintergrund) saniert werden: Damit geht eine fast zwei Jahre lange Planungszeit zu Ende.
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Ab Juli soll die Haferbachbrücke (Hintergrund) saniert werden: Damit geht eine fast zwei Jahre lange Planungszeit zu Ende.

Endlich geht es los: Nachdem Regionalbahn Kassel (RBK) und Gemeinde Kaufungen drei Mal den Baustart an der Haferbachbrücke verschoben haben, sollen die Arbeiten jetzt beginnen.

Kaufungen – Nach fast zwei Jahren Planungsphase kündigt Ingo Pijanka auf Anfrage den Startschuss für Juli an. Laut RBK-Sprecher kläre die zuständige Baufirma derzeit letzte offene Fragen.

Der verhängnisvolle Unfall, der die Sanierung nötig macht, ereignet sich am 22. August 2019. Eine Frau steuert ihren Lastwagen die Niederkaufunger Straße „Am Haferbach“ entlang und unterschätzt offenbar die Höhe ihres Gefährts und kollidiert mit der Haferbachbrücke. Das Bauwerk für den Tramverkehr wird so stark beschädigt, dass es einzustürzen droht. Es wird notdürftig geflickt, später auch umfassender. Der Verkehr oberhalb und unterhalb der Brücke kommt lange zum Erliegen.

Jetzt sollen die Vorarbeiten zur Reparatur stattfinden, in den Herbstferien komme dann der große Brocken: Während der zwei Wochen solle der alte Brückenüberbau ersetzt werden. In dieser Zeit werde die Strecke gesperrt. Obendrein soll der Fußweg unterhalb der Brücke auf Fahrbahnniveau abgesenkt werden. Aktuell prüfe man, ob und wie hier ein taktiles Leitstreifensystem für sehbehinderte Menschen eingerichtet werden kann.

Ein Anheben der Brücke oder das Verbreitern des Fußwegs seien nicht geplant, so Pijanka. Wenn die Höhe der Brücke verändert wird, müssten das Gleis und die vorhandene Oberleitung angepasst werden. „Das ist kostenintensiv“, sagt Pijanka. Lastwagen sollten also weiterhin nicht unter der Brücke entlang fahren. Um den Fußweg zu verbreitern, wäre eine Veränderung der Widerlagerwände nötig, so der Sprecher. Diese sollten aber nur saniert und nicht erneuert werden.

CDU-Fraktionsmitglied und Ex-Bürgermeister Peter Klein hatte in einer Sitzung des Kaufunger Parlaments darauf hingewiesen, dass ein breiterer Fußweg und eine höhere Brücke gut wären. Schließlich sei in unmittelbarer Nähe der neue Standort der Grundschule Niederkaufungen geplant. Das sorge für mehr Fuß- und Autoverkehr, sagte er im Gespräch. Zusätzlich sei die Durchfahrt unter der Haferbachbrücke für Holztransporter wichtig.

Wie schon in der Sitzung bestätigt die Gemeinde auf HNA-Anfrage das, was von der RBK ebenfalls zu hören ist: Weder ein breiterer Fußweg noch eine höhere Brücke seien geplant.

Laut RBK-Sprecher Pijanka soll die Brücke bis Ende des Jahres in Schuss sein. Über die Sanierungskosten lasse sich erst etwas sagen, wenn das Projekt abgeschlossen ist. Pijanka geht aber von einer sechsstelligen Summe aus. Die Regionalbahn Kassel erwarte Fördergeld vom Land.

Von Moritz Gorny

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